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Zuschauer attackiert Fussball-Schiedsrichter

Ein alkoholisierter Zuschauer attackierte den Fussball-Schiedsrichter in Gerlafingen. Dabei hatte das Heimteam gewonnen.

Video: TeleBärn

Drei Wochen, nachdem ein Spieler einen Schiri niedergeschlagen hatte, gibts schon wieder einen Skandal rund um das Fanionteam des FC Gerlafingen. 3:1 für Gerlafingen und Freude pur für das Heimteam lautete zwar das Skore des 2.-Liga-Spiels gegen das favorisierte Welschenrohr. An diesem Spiel hatten allerdings nicht alle gleich viel Freude: Ein alkoholisierter, laut Zeugenaussagen etwa 40-jähriger, eher korpulenter Zuschauer passte dem Schiedsrichter bei der Cornerflagge ab und streckte ihn ohne Vorwarnung und mit einem Schlag nieder. Weitere Auseinandersetzungen konnten die Spieler der beiden Mannschaften verhindern. Die Folgen der Tat: Ein Hirnerschütterung mit einer Nacht im Spital für den Schiedsrichter und eine Anzeige für den Zuschauer. Das Rätselhafte: Es war nicht etwa ein Welschenrohrer Zuschauer, sondern ein Einheimischer, der sich zu dieser Tat hinreissen liess. Dabei attestierte Christoph Ryser, Präsident des FC Gerlafingen, dem Schiri-Trio eine sehr gute Schiedsrichterleistung und den beiden Teams eine faire Partie.Auch Martin Hert, Trainer des FC Welschenrohr, gab dem Schiedsrichter nicht die Schuld für die Niederlage. «Wir hatten genug Chancen für den Sieg.» Laut seinen Informationen sei der Täter wegen einer gelben Karte für einen Gerlafinger Spieler sauer geworden. «Was wäre wohl geschehen, wenn wir gewonnen hätten?», fragte sich Hert. «So eine Attacke ist nicht zu verhindern, umso mehr, wenn sie so überraschend kommt, denn wir können uns ja nicht einen Sicherheitsdienst leisten», erklärt Ryser. Der Verband werde wohl dennoch eine Busse wegen mangelndem Ordnungsdienst verhängen, obwohl der Täter nicht Mitglied des FC Gerlafingen und ihm auch nicht bekannt sei. Die Polizei konnte ihn aber dank Zeugen schnell identifizieren.

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