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Zwei bewerben sich um das Präsidium

Am 29.November finden in Konolfingen Gemeindewahlen statt. Für das Präsidium kommt es zu einer Kampfwahl. Ein Gespräch mit den Kandidierenden Ursula Burkhalter Buri (parteilos) und dem Bisherigen Peter Moser (SVP).

Warum sind Sie die richtige Person für das Gemeindepräsidium? Ursula Burkhalter: Weil ich einer anderen Generation angehöre als Peter Moser. Ich bin Familienfrau, berufstätig und aus der Landwirtschaft. Peter Moser: Weil ich einen Leistungsausweis und Erfahrung mitbringe, weil Projekte anstehen, die ich mittragen will, und weil ich Zeit habe. Was wollen Sie besser machen als die Konkurrenz? Peter Moser: Das kann ich nicht sagen. Ich kenne meine Konkurrentin nur als Bürgerin. Ich selber würde meine Arbeit weiterführen und mich auf Sachpolitik beschränken. Ursula Burkhalter: In Konolfingen herrscht Unzufriedenheit mit Peter Mosers Führungsstil. Was ich besser machen will als er, ist, alle Parteien einzubeziehen. Es geht nicht, dass eine Partei die Vorherrschaft hat. Welche Schwerpunkte wollen Sie setzen? Ursula Burkhalter: Vor allem Sachpolitik und nicht Parteipolitik betreiben! Umweltanliegen muss Rechnung getragen und es muss Wohnraum für neue Steuerzahler geschaffen werden. Auch Verkehrsprobleme in den Quartieren müssen wir lösen. Kinder sollten unbelastet draussen spielen können. Peter Moser: Als Erstes muss die Ortsplanung umgesetzt und der Kreuzplatz 1 und das «Jost»-Areal im Dorfzentrum müssen umgestaltet werden. Des Weiteren wollen wir das Bauland in der Kiesenmatte verkaufen, damit Geld in die Gemeindekasse fliesst. Im Wahlkampf nennen Sie sich Macher, Herr Moser. Warum? Peter Moser: Ich habe 1973 als 1-Mann-Coiffeurbetrieb angefangen. Mittlerweile beschäftigen wir 160 Mitarbeiter. Ich bin also ein Macher. Auch auf Gemeindeebene habe ich manches schnell durchgezogen, beispielsweise die Ortsplanungsrevision, die in vielen Gemeinden scheitert. Sie werben mit «Balance», Frau Burkhalter. Was heisst das? Ursula Burkhalter: Politische Entscheide haben Einfluss auf eine gesundheitsfördernde Lebenswelt. Mit «Balance» meine ich, dass Machtverhältnisse im Gleichgewicht sein müssen. Dies scheint nicht der Fall zu sein. Die FDP sammelt Unterschriften für «mehr Demokratie in Konolfingen». Ursula Burkhalter: Der Gemeinderat hat die Kompetenz, Liegenschaften im Betrag bis zu 1 Million Franken zu kaufen. Mit dem Kauf des «alten Bären» hätte er diese Kompetenz überschritten. Die Petition der FDP will, dass der Gemeinderat in Eigenregie Käufe bis zu 200000 Franken abschliessen kann. Was darüber ist, muss vor das Volk. Der geplante Kauf des «alten Bären» hat nicht nur die FDP, sondern auch die anderen Parteien aufgerüttelt. Peter Moser: Die Kompetenz von bis zu 1 Million bei Liegenschaften ist in der Gemeindeordnung festgehalten. Der «alte Bären» wäre der erste Fall gewesen. Im Interesse der Bevölkerung und der Vereine haben wir den Kauf geprüft. Als es Widerstand gab, haben wir verzichtet. Ich betone, dass der Gemeinderat jeden Schritt einstimmig beschloss. Braucht nun Konolfingen «mehr Demokratie» oder nicht? Ursula Burkhalter: Im Gespräch mit den Leuten zeigt sich tatsächlich Unzufriedenheit. Deshalb werde ich ja auch von FDP, SP und EVP unterstützt. Peter Moser: Weltweit hat niemand mehr Demokratie als die Schweizer Gemeinden, also auch Konolfingen. Ich habe jederzeit offene Türen und Ohren. Ist es bitter für Sie, dass Ursula Burkhalter von allen Parteien ausser der SVP unterstützt wird, Herr Moser? Peter Moser: Ich finde gut, dass es eine Wahl gibt. Ich verstehe dagegen nicht, dass die FDP Ursula Burkhalter unterstützt. Ursula Burkhalter: Es hat sich eben etwas verändert in Konolfingen. Die SVP muss sich bewusst werden, dass sie möglicherweise für die FDP zu weit nach rechts gerutscht ist. Peter Moser: Dazu sage ich nichts. Kommen wir zu den Finanzen. Für 2010 ist ein Gewinn von 152000 Franken budgetiert. Zeit für eine Steuersenkung? Peter Moser: Steuern senken ist kein Problem. Sie anheben aber schon. Ein Plus in der Rechnung tut unserem Eigenkapital gut. Konolfingens Problem sind die rückläufigen Einnahmen. Mittelfristig ist eine Steuersenkung aber sehr wohl ein Thema. Ursula Burkhalter: Das sehe ich wie Peter Moser. Interview:Laura Fehlmann . >

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