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Zwei fatale Fehlschüsse

Statt auf einen Einbrecher schoss ein Emmentaler Landwirt auf seine Freundin. Dafür kassiert er eine bedingte Geldstrafe.

Zwei Ladungen Gummischrot verletzten im September 2008 eine Frau im Emmental. Abgefeuert wurden die Schüsse von ihrem Freund. Dieser wollte eigentlich Einbrecher vertreiben, die sich in seiner Scheune am dort aufgehängten Hanf zu schaffen gemacht hatten. Der Mann hatte im Tenn geschlafen und die Eindringlinge mitten in der Nacht bemerkt. Nachdem der Bauer im Haus die Flinte samt Munition geholt hatte, begann er, die Waffe in der Scheune zu laden. Dabei sah er vor sich plötzlich einen Schatten. Reflexartig drückte der Bauer ab. Und merkte erst dann, dass er zwei Fehlschüsse abgegeben hatte. Die Staatsanwaltschaft qualifizierte die Tat als Gefährdung des Lebens. Das Kreisgericht Burgdorf-Fraubrunnen hingegen hat jetzt auf einfache Körperverletzung entschieden. Und hat den Mann, der inzwischen mit einer anderen Frau liiert ist, aber immer noch Kontakte mit dem Opfer pflegt, zu einer bedingten Geldstrafe von 29000 Franken verurteilt. jho Seite 23>

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