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Zwei grosse Brocken warten

BurgdorfJetzt sind die Grössenordnungen bekannt: Fast 12 Millionen Franken soll die Teilsanierung der Markthalle kosten, und für den Umbau des Casino-Theaters wird mit Investitionskosten von rund 10 Millionen gerechnet.

Der Burgdorfer Stadtrat hat 3,9 Millionen Franken für den Umbau des Kornhauses gesprochen und so die Umnutzung des einstigen Museums in eine Brauerei ermöglicht. Weitere Taten sollen folgen: Die Markthalle und das Casino-Theater harren der Sanierung. Beide Projekte sind seit Jahren im Gespräch, beide Projekte kosten Geld – und die Stadtkasse ist derzeit leer. Dennoch liegen nun Sanierungskonzepte vor; wann über die entsprechen-den Kredite befunden wird, ist noch offen. An der vorgestrigen Stadtratssitzung haben Markus Grimm, Präsident der Markthalle AG, und Andrea Probst, Vorsitzender der Casino-Theater AG, die Anwesenden über ihre Projekte ins Bild gesetzt. Konzentration aufs Innere Das Konzept für die Markthalle laute «innen vor aussen», erläuterte Grimm. Was bedeute, dass das hauptsächliche Augenmerk bei der Teilsanierung auf dem Innern der Halle liege; am Äusseren werde nur das dringend Notwendige gemacht. Vorgesehen sind unter anderem Massnahmen zur Verbesserung der gastronomischen Möglichkeiten, der Einbau neuer Fenster, das Abdichten der Flachdächer sowie die Erneuerung des Betonbodens und der Haustechnik. Zudem soll die Ästhetik der Innenräume verbessert und zwischen Markthalle und Turnhalle ein Platz errichtet werden. Die Markthalle AG rechnet mit Investitionskosten in Höhe von 11,8 Millionen Franken, wovon auf die Stadt ein Anteil von 10 Millionen entfiele. Die Markthalle, betonte Präsident Grimm, sei für Burgdorf eine «sehr wichtige Institution» – sowohl für das kulturelle Leben der Stadt wie auch für Wirtschaft und Gewerbe. Werde sie teilsaniert und somit aufgewertet, sei es künftig möglich, sie besser auszulasten und Besucher nach Burgdorf zu bringen. Zwischen Bern und Zürich gebe es keine andere Halle, die 2000 Personen aufnehmen könne und zugleich verkehrstechnisch so günstig liege. In Sachen Parkplatz sei die Markthalle ebenfalls privilegiert. Für die nächsten 40 Jahre Auch Andrea Probst legte sich für «seine» Institution, das Casino-Theater, ins Zeug. Die aktuelle Saison 2010/2011 konnte gesichert werden, allerdings seien die Brandschutzanlagen in «katastrophalem Zustand» gewesen, sagte er. Sofortmassnahmen mussten realisiert werden. Doch auch jetzt bestünden weiterhin bauliche und betriebliche Mängel. Ein Jahr lang habe man das geplante Projekt überarbeitet. Ziel sei die Sanierung des Gebäudes innen und aussen, «damit wir die nächsten 35 bis 40 Jahre Ruhe haben». Gemeinderat und VR-Präsident Probst nannte nebst den Brandschutzanlagen auch die technischen Einrichtungen wie Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär, die veraltet seien. Weiter solle das Casino-Theater behindertengerecht erschlossen, die Stühle ersetzt, die Gastroküche im Untergeschoss sanft renoviert und die bröckelnde Sandsteinfassade erneuert werden. In betrieblicher Hinsicht gelte es, weitere Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen, den Restaurationsbetrieb zu erhalten und den Betriebskostenbeitrag zu erhöhen. Laut Finanzvorschlag der Casino-Theater AG betragen die Kosten rund 10 Millionen Franken, rund 5,5 Millionen müsste die Stadt investieren. Daneben betonte Probst, dass die Besucherzahlen in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen seien. 46 Prozent der rund 11000 Besucher stammen aus Burgdorf, 29 Prozent reisen überregional an. «Das Casino-Theater vermag einheimisches sowie auswärtiges Publikum in die Stadt zu bringen», strich Probst hervor. Nadja NoldinHans Herrmann>

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