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Zwischen Traum und Realität

Im Wechselspiel zwischen Wirklichkeit und Traum: Die Galerie Art-House in Thun widmet die aktuelle Ausstellung der Welt von inneren Bildern und Visionen. Sechs Kunstschaffende stellen aus, unter ihnen Michael Streun aus Thun.

«Träume sind die Stimme der Seele», ist Sandra Marti überzeugt und widmet deshalb ihre aktuelle Ausstellung in ihrer Galerie Art-House in Thun diesem Thema. «Unsere hektische Zeit ist geprägt vom Angetriebensein, von ständig wechselnden Bildern und Informationen.» Innehalten, träumen, den inneren Bildern Raum geben sei ein Luxus geworden. Sandra Marti lässt in der aktuellen Ausstellung «Dream It – Bilder zwischen Traum und Wirklichkeit» sechs Kunstschaffenden ihr Spektrum träumerischen Schaffens zeigen. «So unterschiedlich die Arbeiten sein mögen, die Künstlerinnen und Künstler spielen alle mit dieser Thematik.» Sechs Kunstschaffende Der Thuner Maler Michael Streun (nicht verwandt mit der TT-Redaktorin) zeigt zwei seiner neuen Werke: ein Bild vom einstigen Autofriedhof in Kaufdorf und ein Fantasiebild namens «Nothing». Die Sigriswilerin Anna Altmeier stellt ihre erstmaligen Hörinstallationen, mit Musik unterlegte Gedichte, vor. Therese Pfeifer aus Zürich, eine gebürtige Thunerin, hat soeben das alte Gefängnis im Schloss Thun für die Kulturnacht und 14 Tage darüber hinaus bespielt und zeigt ebenfalls neue Bilder. Der in Bern wohnhafte Argentinier Ricardo Fernandez Alberti verknüpft beim Malen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sonja Gsell-Faessler aus Stettlen entführt die Betrachtenden durch den fast monochromen Bildgrund in eine Traumwelt. Nicola Zaric aus Lausanne ergänzt die Ausstellung mit traumhaften Tiergestalten. An der Vernissage liess Sandra Marti den Thuner Geiger Simon la Bey seine Art von Träumen vortragen. Unter anderem komponierte er ein Bild zu einem der neuen Bilder von Streun. Erzählen sie Geschichten? Hat das Baby im Bauch der Schwangeren, dessen Geburt kurz bevorzustehen scheint, mittels Kabel und des grünen Telefons einen Draht zur Aussenwelt? Hat die am Boden kauernde Frau einen vergifteten Apfel gegessen? Wer ist die geheimnisvolle Frau in Lila? Weshalb zischen Flammen aus dem Bein des Mannes? In welchem Bezug stehen die sechs Frauen und der Mann zueinander? Erzählen die einzelnen Elemente im Bild je eine Szene oder, ineinander verwoben, eine Geschichte? Mit seinem neuen Bild beantwortet Michael Streun keine Fragen, sondern lässt den Betrachtenden ihre eigene Interpretation. «Ich liess dem Pinsel freien Lauf und war selber überrascht, welche Szenerie schliesslich entstanden ist», sagt der Künstler. Für ihn zeige sich nach den Musikerporträts, die zurzeit in der Galerie 4-8 in Bern ausgestellt sind, mit diesem Fantasiebild ein Übergang an. «Für mich läutet es eine neue Zeit meines Schaffens ein.»Franziska Streun«Dream It – Bilder zwischen Traum und Wirklichkeit», Galerie Art-House, Mittlere Strasse 3a, 3600 Thun; bis 30.Januar, offen Mi + Fr, 14–17.30 Uhr, Do 16–19.30 Uhr, Sa 11–16 Uhr. •www.art-house.ch •www.michaelstreun.ch •www.4-8.ch>

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