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Durch Wellblechhütten ins Paradies

Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt. Doch neben spektakulären Eindrücken stösst man auch auf die Verlierer des wachsenden Wohlstands.

Der schwarze Taxifahrer lacht schallend. Nein, er werde uns an keine Kwaito-Party bringen können. Das sei wenig ratsam. Die fänden nämlich in den Townships statt, und weisse Touristen würden dort – er stockte kurz, um sich eine möglichst präzise Formulierung auszudenken – eher Skepsis auslösen.

Er setzt uns an der Long­street ab. Die bekannteste Partymeile Kapstadts ist an diesem Freitagabend gegen Mitternacht nur noch schwach frequentiert. «Monatsende – Geldknappheit», erklärt uns ein Einheimischer. Und in den Clubs läuft nirgends Kwaito, diese raue südafrikanische Form der elektronischen Sprechgesangmusik. Sie spielen angepassten Allerwelts-Hip-Hop, wie er in allen Partymeilen der Welt zu hören ist. Dazu werden einem überzuckerte Drinks kredenzt.

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