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Sziget-Festival: Reif für die Insel

Konzerte, Zirkus, Yoga und super Essen: Das Sziget- Festival in Budapest deckt alle Bedürfnisse ab, die man während Ferien haben könnte.

Vor der Hauptbühne wird es vielleicht mal ein bisschen eng – sonst nicht.
Vor der Hauptbühne wird es vielleicht mal ein bisschen eng – sonst nicht.
zvg
Das beste Festival Europas findet auf einer Donauinsel statt.
Das beste Festival Europas findet auf einer Donauinsel statt.
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Essstand mit Lángos im Angebot – ungarische Spezialität aus Fladenbrot.
Essstand mit Lángos im Angebot – ungarische Spezialität aus Fladenbrot.
Nina Kobelt
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Der Bär steppt normalerweise in Pest: In diesem Budapester Stadtteil östlich der Donau liegt etwa Bezirk VII, das ehemals jüdische Viertel, wo heute Hipster, Touristen und Landeier ganzjährig aufeinandertreffen und gut essen oder das Leben und Partys feiern.

Anfang August aber ist Pest leer. Tatsächlich sind erst nach Mitternacht – in der ganzen Stadt – wieder vermehrt Leute anzutreffen, sie haben verzückte Mienen, und manchmal singen sie.

Heuer findet zum 25. Mal findet das Sziget-Festival am namensgebenden Ort statt, Sziget heisst Insel auf Ungarisch. Während des Jahres wird dort Golf gespielt oder in Clubs getanzt. Doch im August ist Festival.

Es ist ein unaufgeregtes Festival, und deshalb das sympathischste in Europa, zumindest unter den Giganten. Auch die auftretenden Künstler wählten es letztes Jahr zum «Artist’s Favorite Festival», also ihrem Liebling.

Schon 1993, als das Sziget noch ein Studentenfestival war, kamen 9000 Besucher, heute sind es eine halbe Million, was furchteinflössend klingt. Ist es aber nicht. Pro Tag gibt es ungefähr 200 Programmpunkte auf 50 Bühnen, und da, sagen wir es mal so, verteilt sich das Volk.

Nur vor der Hauptbühne wirds manchmal eng. Dieses Jahr wohl bei Pink, Biffy Clyro, Kasabian oder PJ Harvey und anderen Weltstars, das Programm ist noch nicht vollständig. Nemo aus Biel spielt übrigens auch auf.

Natürlich gibt es auf so einem Festival nebst dem Konzertelauschen Hunderte Dinge zu tun (Yoga, essen, was auch immer man will, über Gott reden, im Zirkuszelt staunen, Wein im Halbliterbecher trinken, shoppen, selber Brot backen und natürlich zelten) und deshalb empfehlen sich hier wie vielleicht nirgends sonst Festivalferien.

Man muss ja nicht auf dem Gelände schlafen, die Stadt ist nah, aber sonst wird es einem hier nienienie langweilig. Und in der Stadt ist sowieso nichts los.

Sziget-Festival, 9.–16. 8., Budapest, Tickets: de.szigetfestival.com (ganzes Festival (299 €) sowie Einzel­karten (65 €)).

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