Was es beim Reisen mit Hund zu beachten gilt

Dass der Hund auf die Reise mitkommt, liegt im Trend. Hier sind einige Tipps für eine entspannte Ferienreise mit dem Vierbeiner.

Die Reise im eigenen Auto ist für Hunde meist am bequemsten. Foto: Pixabay

Die Reise im eigenen Auto ist für Hunde meist am bequemsten. Foto: Pixabay

Viele Hundebesitzer sehen die Vierbeiner als wichtigen Teil der Familie. Deshalb kommt es für sie oftmals nicht infrage, das Tier während der Ferien in die Obhut einer Hundepension oder von Bekannten zu geben. Das ist in vielen Fällen auch nicht nötig. Denn immer mehr Hotels, Ferienwohnungen und -häuser, Badestrände und öffentliche Transportmittel akzeptieren Hunde oder werben sogar ganz gezielt für Hundebesitzerinnen und -besitzer als Kunden.

Ein Hotel in Ischgl im Tirol beispielsweise preist einen «Viersterne-Urlaub für vier Pfoten» an. Tripadvisor listete allein in der Schweiz 781 Hotels, in denen Hunde willkommen sind. Inzwischen gibt es auch Rundreisearrangements, die auf Hunde und ihre Frauchen und Herrchen ausgerichtet sind. Die Seite Hundehotel.info listet derweil über 500 hundefreundliche Hotels in ganz Europa.

Allerdings sollte man sich schon bei der Planung der Ferien darüber im Klaren sein, ob sich eine bevorstehende Reise mit den Bedürfnissen des Hundes vereinbaren lässt – und die Anwesenheit des Hundes mit den Bedürfnissen der Reisenden. Wer Badeferien an einem fernen Strand plant und sich dort vor allem faul unter dem Sonnenschirm fläzen möchte, der lässt den vierbeinigen Liebling wohl besser zu Hause.

Nur mit Mikrochip

Wer den Hund in die Ferien mitnehmen will, sollte die Reise rechtzeitig organisieren. Entscheidend ist, welche Transportmittel gewählt werden. Dann gilt es abzuklären, ob das Tier in Hotels, Ferienwohnungen, bei den Mietwagenfirmen, Bahn- oder Fluggesellschaften akzeptiert wird. Für Reisen in die EU-Länder sind ein gültiger EU-Heimtierpass und die Kennzeichnung des Hundes durch einen Mikrochip Pflicht. Darüber hinaus verlangen viele Länder einen Entwurmungsnachweis, eine gültige Tollwutimpfung und ein Zecken- und Parasitenschutzmittel.

Die Bestimmungen unterscheiden sich von einem Land zum anderen, und sie können auch jederzeit ändern. Einige verlangen, dass man einen Maulkorb mitführt, sogar wenn man nur auf der Durchreise ist. Wer sich nicht daran hält, riskiert saftige Bussen. Ein Gesundheits-Check vor der Abreise ist empfehlenswert. Der Tierarzt wird den Hund auf seine Reisetauglichkeit untersuchen und ihm die nötigen Impfungen sowie einen Parasitenschutz verabreichen. Ausserdem kann der Tierarzt Auskunft über Gesundheitsgefahren in der jeweiligen Destination geben und eine Reiseapotheke zusammenstellen.

Das richtige Transportmittel

Wenn die Destination einmal klar ist, stellt sich die Frage nach dem idealen Transportmittel. Für Ferien in Italien, Frankreich oder anderen Nachbarländern ist die Reise im eigenen Auto am bequemsten. Dann können Pinkelpausen und Bewegung für den Hund eingeplant und die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Auch die Anreise mit dem Zug ist möglich: Hunde unter 30 Zentimetern Schulterhöhe können in der Regel gratis mitfahren. Grössere bezahlen den halben Fahrpreis, müssen aber an der Leine gehalten werden. Die Bahnverbindungen sollten so geplant werden, dass beim Umsteigen Zeit für einen Spaziergang bleibt.

Natürlich können Hunde auch im Flugzeug reisen, wobei die einzelnen Airlines hier sehr unterschiedliche Regelungen kennen und sehr unterschiedliche Preise verlangen. Oft dürfen kleine Hunde in der Passagierkabine mitfliegen; grössere jedoch werden im Frachtraum transportiert. Dort können sie während des Flugs natürlich nicht besucht und betreut werden. Ein Flug mit dem Hund sollte jedoch nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine Alternative gibt, denn für das Tier ist ein Flug immer mit Stress verbunden.

Und natürlich die Versicherung

Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist empfehlenswert. Diese greift, wenn der Hund Sachschäden verursacht. Verletzt der Vierbeiner eine Person, kann der Schaden ebenfalls mit dieser Versicherung gedeckt werden. Zusätzlich gibt es die Reisekrankenversicherung, ähnlich wie die für Menschen. Sollte der Hund während der Ferien krank werden, sind die Tierarztkosten bis zu einer gewissen Höhe gedeckt. Hat man eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen, kann der Hund in gewissen Fällen nachträglich eingetragen werden. Schliesst man eine solche Versicherung neu ab, kann man das Tier miteinbeziehen. In diesem Fall werden die Kosten übernommen, wenn die Reise wegen Krankheit des Vierbeiners nicht angetreten wird.

Auf seiner Website hat der Touring-Club der Schweiz ausführliche Informationen über das Reisen mit Haustieren aufgeschaltet.

www.travelnews.ch – das Newsportal für Reisen und Tourismus

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt