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Permafrost Rekordtauen in den Schweizer Alpen

Das vergangene Jahr war kein gutes Jahr für den Permafrost. Noch nie tauten die Böden so stark auf.

Tauender Permafrost kann bei Bergstürzen eine Rolle spielen, wie am Piz Cengalo 2017.
Tauender Permafrost kann bei Bergstürzen eine Rolle spielen, wie am Piz Cengalo 2017.
Foto: AFP

Permafrost in Schutthalden und Felsen der Schweizer Alpen taut zusehends mehr auf. «Nach mehr als zwanzig Jahren Messungen gibt es einen deutlichen generellen Trend», sagt Jeannette Nötzli vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Die Wissenschaftler des Permafrostmessnetzes Permos haben in den meisten der 14 bisher ausgewerteten Bohrlöcher im Jahr 2020 Rekordwerte für die sogenannte Auftauschicht gemessen. Diese bildet die obersten Meter des Bodens über dem Permafrost, die im Sommer auftauen.

So betrug die Auftauschicht zum Beispiel im Bohrloch auf dem Flüelapass, 2400 Meter über Meer, knapp 3 Meter. Auf dem Schilthorn, in 2900 Meter Höhe, war sie 11 Meter tief. Die Mächtigkeit hat sich damit hier seit Messbeginn 1998 mehr als verdoppelt. «Es sind grosse Veränderungen, die wir in den Schweizer Alpen beobachten. Und sie werden weitergehen», sagt Jeannette Nötzli. Sie verfolgt die Entwicklung der Permafrostböden seit Beginn der Messungen.

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