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TV-Kritik «Tatort»Ritter von trauriger Gestalt

Im neuen Münster-«Tatort» ermitteln die Publikumslieblinge Thiel und Boerne auf einer alten Burg. Eine verstaubte Angelegenheit.

Rechtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) verwandelt sich in einen Ritter, assistiert von Silke Haller (Christine Urspruch), genannt Alberich.
Rechtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) verwandelt sich in einen Ritter, assistiert von Silke Haller (Christine Urspruch), genannt Alberich.
Foto: ARD

Professor Karl-Friedrich Boerne hat schon vieles auf dem Seziertisch gehabt, aber einen Toten in Ritterrüstung noch nie. Die Leiche gibt natürlich Anlass zu allerlei Witzen, «vielleicht ist das ja Siegfried persönlich?», sagt der Rechtsmediziner zur Assistentin Alberich (ha, ha, die Nibelungensage!). Später zwängt sich Boerne gar in die Rüstung – zu Forschungszwecken, selbstverständlich. Und hüpft darin herum wie Michael Jackson zu «Bad».

Nicht schlecht. Schliesslich sind wir in Münster, und wenn der «Tatort» von da kommt, zählen Gags und Sprüche mehr als Spannung und Wahrhaftigkeit. Mit diesem Rezept wurden Jan Josef Liefers (Boerne) und Axel Prahl (Hauptkommissar Frank Thiel) zu den Quotenkönigen der Reihe. Aber dummerweise verspielen die Macher dieser Folge die Ausgangslage mit der Ritterleiche bald einmal.

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