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SCB-Fans müssen daheim bleibenSaisonabo-Besitzer dürfen nur jedes zweite Spiel sehen

Nur die VIP-Sponsoren dürfen an jeden Match: Die Besucherkapazität in der Postfinance-Arena wird aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt.

In der neuen Saison wird es in der Postfinance-Arena keine Stehplätze mehr geben, von den Sitzplätzen dürfen nur zwei Drittel belegt sein.
In der neuen Saison wird es in der Postfinance-Arena keine Stehplätze mehr geben, von den Sitzplätzen dürfen nur zwei Drittel belegt sein.
Foto: Video-Screenshot/Keystone-sda

Die Eishockey-Saison rückt in grossen Schritten näher. Am 1. Oktober wird der SC Bern im Heimspiel gegen den HC Ambri-Piotta den Kampf um den Einzug ins Playoff eröffnen. Lange war unklar, wie der SCB die vom Bundesrat verordneten Corona-Schutzmassnahmen genau umsetzen wird. Am Mittwochnachmittag schaffte SCB-CEO Marc Lüthi in der clubeigenen Kolumne Klarheit.

Fest steht nun: In der Postfinance-Arena werden in der kommenden Saison pro Spiel nur 6’750 Fans vor Ort zuschauen dürfen. Das sind mehr als 10’000 Besucher weniger, als das Stadion normalerweise fassen würde. Bereits haben aber 10’500 Personen ein Saisonabo für die Saison 2020/21 gekauft, dazu kommen 500 Kinderabos.

Saisonabo-Besitzer werden aufgeteilt

Wie also bringt man alle SCB-Fans unter das Stadiondach? Gar nicht, macht Lüthi klar. Die Corona-Strategie des Vereins besteht darin, dass alle Saisonabo-Besitzer in zwei Gruppen aufgeteilt werden und nur je jedes zweite Heimspiel besuchen dürfen. Im Einzelverkauf werden keine Tickets erhältlich sein.

Nur die Sponsoren im VIP-Bereich dürfen jedes Spiel im Stadion sehen – aufgrund der «wirtschaftlichen Situation», wie es in der Kolumne heisst. «Wir sind auf die rund 10 Millionen Franken Sponsoring-Gelder angewiesen. Ohne dieses Geld ist ein Überleben für den SCB nicht möglich», schreibt Lüthi dazu.

Die Zuschauerzahl im Stadion wird sich also in der kommenden Saison aus 4’750 Abonnenten, 1500 Sponsoren und 500 Helfern und Journalisten zusammensetzen.

Warum die Zuschauerzahl so stark schrumpft

Um überhaupt zu verstehen, welche Fans in der kommenden Eishockeysaison wann zu den Heimspielen des SC Bern pilgern dürfen, muss man kurz rechnen: 17’031 Zuschauerinnen und Zuschauer würden in der Postfinance-Arena eigentlich Platz finden – alleine rund 10’000 davon auf der bekannten riesigen Stehrampe.

Da Stehplätze aber wegen der Corona-Schutzmassnahmen momentan tabu sind, ist der Verein gerade daran, auf der gesamten Stehplatztribüne Sitze zu verschrauben. Diese Investitionen kosten den Verein eine halbe Million Franken.

Im Video: Der SCB verliert seine weltbekannte Stehrampe. Vorher konnten auf der Rampe 10’000 Fans stehen, jetzt werden 3’500 Sitzplätze eingebaut.
Video: Keystone-sda

Das Stadion könnte deshalb in der neuen Saison noch 10’250 Fans fassen. Könnte. Denn: Gemäss Bundesratsentscheid dürfen in Schweizer Sportstadien nur zwei Drittel der gesamten Sitzplatzkapazität genutzt werden. Und zwei Drittel von 10’250 sind eben jene 6’750, die der SCB nun als offizielle Stadionkapazität für die Saison 2020/21 ausgibt.

chh/sda