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Grusswort zur Veröffentlichung Nachhaltigkeit von Herr Pierre Strub

Nur mit Nachhaltigkeit erhalten wir unsere Lebensgrundlagen. Zugleich bietet das Konzept neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Wenn es ein Begriff geschafft hat, unser Reden über Ökologie und Ökonomie zu verändern, dann ist das Nachhaltigkeit. Ursprünglich bezeichnete das Wort eine bestimmte Art, Wälder zu bewirtschaften: nämlich so, dass immer noch genug Bäume nachwachsen konnten, um auch in einigen Jahrzehnten Holz ernten zu können. Und eben zum Glück setzt sich immer weiter die Einsicht durch, dass solche Nachhaltigkeit natürlich für unseren Umgang mit den Ressourcen des ganzen Planeten gelten muss, wollen wir uns nicht die Lebensgrundlage entziehen. Der bekannte Spruch sagt es so treffend: Wir haben keine zweite Erde im Keller.

Der Trend ist unübersehbar: Über 50 % der Unternehmen erachten Nachhaltigkeit als wichtig bis sehr wichtig für den Erfolg ihrer Produkte und Dienstleistungen im Markt. So gesehen auch im „Swiss Corporate Sustainability Survey 2012“ der ZHAW School of Management and Law, bei dem über 8000 Unternehmen in der Schweiz angeschrieben wurden. Im Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften Öbu sind über 400 Unternehmen aus allen Branchen aktiv, die zusammen genommen an die 500‘000 Arbeitsplätze repräsentieren. Sie alle arbeiten gemeinsam daran, ihre soziale und ökologische Leistung zu verbessern, in der Schweiz und international.

Egal ob Kleinstunternehmen oder Grosskonzern, allen oben genannten Firmen ist gemein, dass sie nachhaltiges Wirtschaften im Leitbild oder in der Firmenleitung verankert und sich damit eine kulturelle Aufgabe gestellt haben. Im Firmenalltag fängt die Arbeit dann aber erst richtig an. Wie sind die Mitarbeitenden zu motivieren? Welche Prozesse sollen zuerst analysiert und angepasst werden? Was sind die Kriterien zur Bewertung? Wann ist eine Investition refinanziert? Wie können Umweltorganisationen in Prozesse einbezogen werden oder wie sollen Leistungen präsentiert und kommuniziert werden? Und so weiter. Jedes Unternehmen hat jedoch eine andere Ausgangslage: ein Energieversorger, der gerade mitten drin ist, sein Geschäftsmodell und seine Dienstleistungen auf mehr Solar- und Windstrom und intelligentere Netze umzustellen, ein Grossverteiler, der bereits seit 20 Jahren biologische Lebensmittel vertreibt und am Mainstreaming arbeitet oder ein Pharmafirma, die Investitionen in die Forschung tätigt, um ein nachhaltigeres Medikament zu lancieren und weiterhin ihre bisherigen Produkte produziert und vermarktet.

Jede Firmenkultur ist anders, aber gute Beispiele und Tools sind Inspiration und Anlass, um den Prozess für umfassende Nachhaltigkeit anzugehen. Welche finanziellen, ökologischen oder sozialen Effekte dabei herauskommen können, erfahren Sie auf proofit.ch, der Informationsplattform für nachhaltige Unternehmen:

•• Fallbeispiele von erfolgreich umgesetzten Massnahmen in Schweizer Unternehmen, zum Beispiel die Einführung einer umfassenden Personalstrategie.

•• Das Selbstevaluations-Tool Efficheck gibt anhand Ihrer Antworten spezifische Rückmeldungen zur Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen und liefert gleich die passenden Verbesserungsvorschläge.

•• An den rund 12 Informationsanlässen pro Jahr werden aktuelle Nachhaltigkeitsthemen und innovative Massnahmen für Firmen präsentiert. Zwei aktuelle Anlässe: Am 11. April: „Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsgastronomie“ und am 18. April „Nachhaltigkeit – eine Bieridee? Ökobilanz eines lokal produzierten Bieres“.

Apropos: Das diesjährige Forum – die Jahresveranstaltung der Öbu in der Umwelt Arena in Spreitenbach – fokussiert am 30. und 31. Mai 2013 auf soziale Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Marktverzerrungen hemmen nach wie vor die kulturelle Entwicklung und soziale Akzeptanz: Deshalb braucht es klare Zielsetzungen wie das zwei Grad-Ziel zur Begrenzung der Klimaerwärmung. Und eine ökologische Finanzreform, damit externe Kosten einbezogen werden, und „wahre Preise“, um die Umweltbelastung zu verteuern.

Deshalb fordert die Öbu unter anderem auch, die Energiestrategie 2050 des Bundes entsprechend zu optimieren, damit die bereits stattfindende Energiewende nicht gefährdet wird. Unser aller Ziel muss sein, nachhaltiges Wirtschaften in der Breite zu verankern. Nur so wird gewährleistet, dass unsere Nachkommen die gleichen Chancen auf Entwicklung erhalten wie wir heute. Dafür braucht es die grossen Firmen wie die kleinen, die langsameren wie die schnellen und die Motivation möglichst vieler Interessensgruppen und Kunden. Grosse Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen.Bitte nehmen Sie die Anregungen in dieser Beilage als Inspiration und arbeiten Sie weiter daran, nachhaltige Kultur und Lifestyle zum Mainstream zu machen. Viel Erfolg!

Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und verbleibe mit besten Grüssen Pierre Strub, Stv. Geschäftsleiter Öbu – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften

www.oebu.chwww.proofit.ch

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