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Das ist kein Nein zu weiteren ökologischen Schritten

Der ökologische Fussabdruck tauge nicht als Verfassungsgrundlage, sagt Redaktor Bernhard Kislig. Dennoch sei die Initiative «Grüne Wirtschaft» deutlicher abgelehnt worden, als sie es verdient hätte.

Die Volksinitiative «Grüne Wirtschaft» ist deutlicher abgelehnt worden, als sie es verdient hätte. Ein Abstimmungsresultat wird oft als Messgrösse dafür verwendet, die Stimmung in der Bevölkerung zu interpretieren. Mehrere Interessenverbände aus dem gegnerischen Lager werden nun genüsslich mit dem klaren Nein dieses Abstimmungssonntags argumentieren, wenn es darum geht, weitere ökologische Anliegen zu bekämpfen. Zudem werden im bürgerlichen Lager die Befürworter von gezielten und angemessenen ökologischen Massnahmen vorläufig zaghafter agieren.

Die Furcht vor Verzicht und Einschränkungen scheint viele Stimmbürger überzeugt zu haben.Die Kritiker befeuerten den Abstimmungskampf mit der Warnung, dass bei einem Ja kalt geduscht werden müsste. Dazu wäre es zwar gewiss nicht gekommen, aber Einschränkungen beim Konsum hätten sich bei konsequenter Umsetzung sicher nicht vermeiden lassen. Dies nicht zuletzt, weil die Initiative auch den Ressourcenverbrauch im Ausland eingerechnet hätte: Zum Beispiel hätte der CO2, der bei der Herstellung eines Autos oder eines Smartphones im Ausland angefallen wäre, berücksichtig werden müssen.

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