Konsumentenschützer wollen dem Swiss Pass an den Kragen

Eine automatische Verlängerung von ÖV-Abos – Das ist Teil des Swiss Pass, der seit seiner Ankündigung Kritik erntet. Die Konsumentenschützer drohen sogar mit einer Klage.

Vielleicht bald Gegenstand eines Rechtsstreits: Der Swiss Pass.

Vielleicht bald Gegenstand eines Rechtsstreits: Der Swiss Pass.

(Bild: Keystone Thomas Hodel)

Der Anfang Woche von den Verkehrsbetrieben vorgestellte Swiss Pass droht zum Rechtsfall zu werden. «Wir werden die geplante automatische Verlängerung der Abonnemente nicht akzeptieren», sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, in der «SonntagsZeitung». Sie werde auf den beim Projekt federführenden Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und auf die SBB zugehen, um dieses Thema zu diskutieren.

Michel Rudin, Geschäftsführer des Konsumentenforums, hat in dieser Sache bereits ein Treffen verlangt. Bei Gesprächen könnte es nicht bleiben: «Wir prüfen auch eine Klage, wenn der VöV keine andere Lösung findet», sagt Sara Stalder.

Auf dem kreditkartengrossen Ausweis werden ab dem 1. August General- und Halbtaxabos sowie längerfristig Abonnements der zwanzig Verkehrsverbünde gespeichert. Die ÖV-Abos auf der Karte werden nahtlos verlängert, falls die Kunden sie nicht rechtzeitig kündigen. VöV-Sprecher Roger Baumann wehrt sich gegen die Kritik. «Die Abos auf dem Swiss Pass lassen sich mühelos künden, etwa via ¬Telefon, am Schalter oder online», sagt er. Zudem entspreche die automatische Verlängerung einem Kundenbedürfnis. Schon heute verlängerten über 60 Prozent der Kunden ihr Abo aktiv und ohne Unterbruch, entweder am Schalter oder durch das Retournieren der Bestellung im Erinnerungsbrief, so Baumann.

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