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54 afrikanische Länder fordern von Trump Entschuldigung

Die UNO-Botschafter der afrikanischen Länder sind «äusserst erschüttert» über die Wortwahl des US-Präsidenten, der einige Staaten als «Dreckslöcher» bezeichnet haben soll.

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US-Präsident Trump soll Medienberichten zufolge arme Herkunftsländer von Einwanderern als «Drecksloch-Länder» verunglimpft haben. (Archivbild)
US-Präsident Trump soll Medienberichten zufolge arme Herkunftsländer von Einwanderern als «Drecksloch-Länder» verunglimpft haben. (Archivbild)
Evan Vucci, Keystone
Der Vorschlag von US-Präsident Trump, anstatt Haitianer vermehrt Norweger in den USA aufzunehmen, lässt das skandinavische Land kalt: Die norwegische Premierministerin Erna Solberg zu Besuch in Washington. (10. Januar 2018)
Der Vorschlag von US-Präsident Trump, anstatt Haitianer vermehrt Norweger in den USA aufzunehmen, lässt das skandinavische Land kalt: Die norwegische Premierministerin Erna Solberg zu Besuch in Washington. (10. Januar 2018)
Manuel Balce Ceneta, Keystone
Rev. Raphael Warnock, responds to President Donald Trump's comments about Haiti and Africa while speaking at Ebenezer Baptist Church where Rev. Martin Luther King Jr. preached in Atlanta, Friday, Jan. 12, 2018. Warnock and other faith leaders condemned Trump's 'vile and racist' remarks made on the eve of the Martin Luther King Jr. holiday weekend. Warnock said it's hypocritical for Trump to sign a proclamation honoring King, given his comments. 'A giant of a man does not need a proclamation from a small man like Donald Trump,' Warnock said. (AP Photo/David Goldman)
Rev. Raphael Warnock, responds to President Donald Trump's comments about Haiti and Africa while speaking at Ebenezer Baptist Church where Rev. Martin Luther King Jr. preached in Atlanta, Friday, Jan. 12, 2018. Warnock and other faith leaders condemned Trump's 'vile and racist' remarks made on the eve of the Martin Luther King Jr. holiday weekend. Warnock said it's hypocritical for Trump to sign a proclamation honoring King, given his comments. 'A giant of a man does not need a proclamation from a small man like Donald Trump,' Warnock said. (AP Photo/David Goldman)
Keystone
Haitianische Demonstranten wehren sich in Miami gegen Trumps Äusserungen. (12. Januar 2018)
Haitianische Demonstranten wehren sich in Miami gegen Trumps Äusserungen. (12. Januar 2018)
Joe Raedle/Getty Images, AFP
«President Trump is a Bigot!!!»: Die Demonstranten in Miami gedenken auch dem Erdbeben in Haiti vor acht Jahren. (12. Januar 2018)
«President Trump is a Bigot!!!»: Die Demonstranten in Miami gedenken auch dem Erdbeben in Haiti vor acht Jahren. (12. Januar 2018)
Joe Raedle/Getty Images, AFP
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Eine Gruppe von 54 afrikanischen Ländern hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, sich für die Bezeichnung «Drecksloch-Länder» zu entschuldigen und sie zu widerrufen. Dies erklärten die Botschafter der Länder bei der UNO nach einer Dringlichkeitssitzung.

Schwere Vorwürfe: Afrikanische Länder fordern von Trump eine Entschuldigung. Video: Tamedia/Reuters

Sie seien «äusserst erschüttert über die empörenden, rassistischen und fremdenfeindlichen Bemerkungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten», über die Medien umfangreich berichtet hätten, und verurteilten diese auf das Schärfste, erklärten die Botschafter nach der Sitzung am Freitag in New York.

Sie seien «besorgt über den anhaltenden und wachsenden Trend der US-Regierung gegenüber Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft, den Kontinent und Farbige zu verunglimpfen». «Dieses eine Mal sind wir uns einig», sagte ein Botschafter, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

«Shitholes countries»

Trump soll Medienberichten zufolge arme Herkunftsländer von Einwanderern als «Drecksloch-Länder» verunglimpft haben. Die Zeitungen «Washington Post» und «New York Times» berichteten, Trump habe bei einem Treffen mit Parlamentariern zur Einwanderungsreform im Weissen Haus gefragt: «Warum kommen all diese Menschen aus Drecksloch-Ländern (shithole countries) hierher?» Nach Angaben beider Blätter, die sich auf Sitzungsteilnehmer beriefen, bezog sich Trump auf afrikanische Staaten sowie auf Haiti, laut «Washington Post» zudem auf El Salvador.

Trump wies die Bericht über seine Vulgaritäten zurück – allerdings nicht komplett. Er habe eine «harte Sprache» benutzt, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Aber das war nicht die benutzte Sprache.» Konkret dementierte der Präsident lediglich die abfälligen Äusserungen über Haiti und die Haitianer. Zur Formulierung «Drecksloch-Länder» äusserte er sich nicht.

(SDA)

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