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Anatomie einer Schmutzkampagne

Wer ist für die Anti-FDP-Plakate verantwortlich? Die Berner Justiz rückt Milliardär Gaydoul in die Nähe des Egerkinger Komitees. Dieser wehrt sich vehement.

Kaum aufgehängt, mussten die Plakate gegen die FDP im Herbst 2019 auch schon wieder entfernt werden. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Kaum aufgehängt, mussten die Plakate gegen die FDP im Herbst 2019 auch schon wieder entfernt werden. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Markus Häfliger@M_Haefliger
Philipp Loser@philipploser

Es war, selbst für die Verhältnisse des Egerkinger Komitees, heavy stuff. Das Komitee, das gegen die «schleichende Islamisierung» der Schweiz kämpft, liess kurz vor den Wahlen im Herbst 460 Plakate drucken und schweizweit aufhängen. Kostenpunkt: 82'480.50 Franken. Inhalt: eine Breitseite gegen den Freisinn. «Die FDP schützt radikale Islamisten in der Schweiz!» stand ganz oben. Darunter die vier Porträts von FDP-Präsidentin Petra Gössi, Fraktionschef Beat Walti und den Nationalräten Christian Wasserfallen und Christa Markwalder. Garniert war das Plakat mit fünf dunklen Burkafiguren und einer stilisierten Kalaschnikow.

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