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Ab November trägt Kurt Koch purpur

Der ehemalige Basler Bischof Kurt Koch wird im November von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt, zusammen mit 23 weiteren Kirchenmännern aus verschiedenen Staaten.

Trägt als Kardinal bald Purpur: Kurt Koch, hier zu sehen als Basler Bischof bei einer Firmung in Röschenz (2009).
Trägt als Kardinal bald Purpur: Kurt Koch, hier zu sehen als Basler Bischof bei einer Firmung in Röschenz (2009).
Dominik Plüss

Koch ist seit Juli 2010 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und trägt dort die Verantwortung für den ökumenischen Dialog. Seine Beförderung überrascht daher nicht: Die Tradition verlangt, dass die Päpstlichen Räte - sie sind mit einem Bundesamt vergleichbar - von einem Kardinal präsidiert werden.

Der 60-jährige Koch ist der neunte Schweizer Kardinal in der Geschichte. Aktuell gibt es drei Schweizer Purpurträger: der Genfer Georges Cottier, der Tessiner Gilberto Agustoni und der Walliser Henri Schwery - zurzeit der einzige Schweizer in Purpur, der unter 80 Jahre alt ist und bei einer Papstwahl dabei sein könnte.

Nachfolger von Koch noch nicht bekannt

Am Mittwoch gab Benedikt XVI. auch die Namen der anderen künftigen Kardinäle bekannt. Von ihnen stammen zehn aus Italien, zwei aus Deutschland, je einer aus Polen und Spanien, vier aus afrikanischen Staaten, zwei aus den USA, einer aus Brasilien, einer aus Ecuador und einer aus Sri Lanka. 20 der 24 neuen Purpurträger sind weniger als 80 Jahre alt und könnten bei einer Papstwahl mitbestimmen. Ohne das Konsistorium im November wäre die Zahl der wahlberechtigten Kardinäle im Januar 2011 auf 101 gesunken.

Nach den bevorstehenden Kardinals-Ernennungen wird die Limite von 120 wahlberechtigten Kardinälen überschritten, die Papst Paul VI. Anfang der siebziger Jahre gesetzt hatte. Diese wird aber als Soll-Regel verstanden, der Papst kann also mehr Kardinäle ernennen. Ein Nachfolger für Koch im Bistum Basel wurde am 8. September gewählt. Der Name des Gewählten bleibt aber geheim, bis der Heilige Stuhl der Wahl zugestimmt hat.

(SDA)

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