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«Airbnb und Booking sind gekommen, ohne dass sie jemand gerufen hat»

Der Gründer des Swiss Economic Forum, Stefan Linder, berät Zermatt in Sachen Digitalisierung. Die Ferienorte sollen den Internetgiganten etwas entgegensetzen, fordert er.

«Die Leute glauben zum Teil gar nicht, dass das blaue Wasser echt ist»: Stefan Linder am Blausee.

«Die Leute glauben zum Teil gar nicht, dass das blaue Wasser echt ist»: Stefan Linder am Blausee.

(Bild: Adrian Moser)

Adrian Hopf-Sulc@adrianhopf

Herr Linder, fahren Sie nicht in die Ferien?
Nein, in der schönsten Jahreszeit bleibe ich am liebsten zu Hause im Berner Oberland.

Als Schweizer Touristiker können Sie gar nichts anderes sagen.
Ich verreise dann im Herbst, wenn es hier nicht mehr so warm ist.

Im Sommer strömen die Touristen förmlich in die Schweiz. In Interlaken und Luzern wird es eng, und das Jungfraujoch wird an einigen Tagen für ausverkauft erklärt. Behagt Ihnen diese Entwicklung?
Immer mehr Menschen in Asien und in den Golfstaaten können sich heute eine Reise leisten. Sie sehen über die sozialen Medien die Schönheiten, die die Schweiz auf engem Raum zu bieten hat, von hochalpinen Landschaften zu den Seen. Früher hatten wir mehr Deutsche, Franzosen und Engländer. Die neuen Gäste füllen diese Lücke, sie haben aber andere Ansprüche an die Infrastruktur, das Essen, die Betreuung. Wir müssen viel lernen.

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