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Angeklagter CVP-Grossrat von der Liste gestrichen

Gegen den Tessiner Grossrat Yasar Ravi wird wegen Steuerbetrugs und Urkundenfälschung ermittelt. Jetzt tritt er bei den nächsten Wahlen nicht mehr an.

Die Tessiner CVP nimmt ihren Grossrat Yasar Ravi, der wegen des Verdachts auf Steuerbetrug bei einem Immobiliengeschäft angeklagt ist, aus dem Spiel. Bei den Wahlen im kommenden April wird der 41-jährige Anwalt nicht mehr auf der Liste der CVP aufgeführt sein.

Nach der gemeinsamen Analyse der Situation sei man zum Schluss gekommen, dass das gegenseitige Vertrauen nicht mehr vorhanden sei, teilte die Tessiner CVP am Donnerstag mit. Eine erneute Kandidatur von Ravi sei daher nicht mehr opportun.

Die CVP reagiert damit auf die Ermittlungen der Tessiner Staatsanwaltschaft gegen Ravi. Diese mündeten Anfang September in einer Anklage. Staatsanwalt Arturo Garzoni wirft Ravi Steuerbetrug, Urkundenfälschung und Falschbeurkundung vor.

Ravi bestreitet die Vorwürfe

Die Vorwürfe beziehen sich auf den Verkauf einer Villa in Castagnola im Jahr 2005. Ravi soll der Besitzerin der Immobilie, einer Britin, geholfen haben, ihren geschiedenen Mann zu prellen. Zu diesem Zweck soll der Wert der Villa künstlich von 9 Millionen auf 6,5 Millionen Franken gesenkt worden sein. Der Verkauf erfolgte teils schwarz. So wurde auch der Fiskus hinters Licht geführt. Die Deliktsumme wird mit 700'000 Franken beziffert.

Nebst Ravi werden sich noch drei weitere Personen wegen des Deals vor Gericht verantworten müssen. Ravi bestreitet die Vorwürfe. Er sitzt für die CVP seit 2003 im Tessiner Kantonsparlament.

SDA/oku

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