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Banker sollen nicht mehr als Bundesräte verdienen

Der Gewerkschaftsbund fordert Obergrenzen für Bankerlöhne sowie die Abschaffung von Bonuszahlungen.

Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) haben am Montagvormittag einstimmig eine entsprechende Resolution verabschiedet. In der Resolution werden die «exzessiven Managersaläre der letzten Jahre» als eine der Hauptursachen der gegenwärtigen Bankenkrise bezeichnet.

Dies zeige der Fall UBS in aller Deutlichkeit: Die Boni für Marcel Ospel und die übrigen «Versager» in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat hätten dazu geführt, dass diese enorme Risiken eingegangen seien. Um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben, hätten die UBS-Bosse seit 2001 Aktien der Bank im Wert von rund 30 Mrd. Franken zurückgekauft, statt Reserven zu bilden. Diese Reserven hätten dann in der Krise gefehlt, um die Verluste aufzufangen.

Im Kampf gegen zu hohe Managergehälter fordert der SGB ausserdem, dass Gehälter über 1 Mio. Franken für die Unternehmen gewinnsteuerpflichtig sein müssen. Ausserdem dürften Steuergeschenke für hohe Einkommen nicht mehr toleriert werden.

Konjunktur und Pensionskassen stützen

Mit einer Einschränkung der Managergehälter ist es nach Ansicht der SGB-Basis jedoch noch nicht getan. In einer ebenfalls einstimmig verabschiedeten Resolution fordert der Gewerkschaftsbund, dass die Konjunktur und die Pensionskassen gestützt werden.

Der SGB verlangt, dass die Nationalbank aggressiv gegen die Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro vorgeht. Bund, Kantone und Gemeinden müssten ihrerseits mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft stützen. Mit eventuellen Sanierungen der Pensionskassen sei zuzuwarten.

Schliesslich wurde auch ein 5-Punkte-Programm für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie verabschiedet. Dieses sieht unter anderem höhere Familienzulagen, einen minimalen Mutterschaftsurlaub von 18 statt 14 Wochen und einen 8-wöchigen Vaterschaftsurlaub vor.

SDA/vin

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