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Baselbieter Regierungsrat Peter Zwick ist tot

Der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Peter Zwick (CVP) ist in der Nacht auf Samstag gestorben. Der 62-Jährige litt an Krebs.

Der Baselbieter Gesundheitsdirektor Peter Zwick ist in der Nacht auf Samstag gestorben. Er litt an Krebs.
Der Baselbieter Gesundheitsdirektor Peter Zwick ist in der Nacht auf Samstag gestorben. Er litt an Krebs.
Henry Muchenberger
Nach der Behandlung seiner Tumorerkrankung kehrte Zwick im Oktober wieder ins Amt zurück.
Nach der Behandlung seiner Tumorerkrankung kehrte Zwick im Oktober wieder ins Amt zurück.
Henry Muchenberger
Zwick beim Kochen mit Küchenchef Ernst Mangold im Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain in Sissach.
Zwick beim Kochen mit Küchenchef Ernst Mangold im Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain in Sissach.
Lucian Hunziker
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Der Baselbieter Regierungsrat Peter Zwick ist im Alter von 62 Jahren nach schwerer Krankheit am frühen Samstagmorgen zu Hause in Münchenstein gestorben. Dies teilte die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion am Samstag mit.

Bei Zwick wurde im letzten Sommer ein Tumor im rechten Auge gefunden. Der Politiker wurde anschliessend Mitte August im Uni-Spital Lausanne, das auf Augentumore spezialisiert ist, operiert. In der Folge musste er eine zweimonatige Auszeit nehmen. Erst im Oktober kehrte er in sein Büro zurück. Der Tumor hatte sich nach der gezielten Behandlungen zurückgebildet. Allerdings verschlechterte sich im Februar sein Gesundheitszustand erneut. Abklärungen ergaben, dass ein medizinischer Eingriff nicht mehr möglich war. Dass die Krankheit aber einen derart dramatischen Verlauf nehmen würde, kommt sehr unerwartet. Diesbezügliche Signale gab es in der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Der im Amt verstorbene Regierungsrat hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Wichtige Entscheide

Zwick gehörte während fast sechs Jahren dem Regierungsrat an. Der CVP-Politiker trat am 11. Februar 2007 die Nachfolge von Elsbeth Schneider, ebenfalls CVP, an und wurde Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor. Dieses Departement behielt er nach den Wahlen von 2011.

In seine Amtszeit fielen wichtige Entscheide wie die Zusammenführung der Kantonalen Spitäler zu einem selbständigen Kantonsspital Baselland sowie die Verselbständigung der Psychiatrie Baselland. Ausserdem setzte er sich stark für die Ansiedlung neuer Unternehmen ein.

Zwick war ein gewinnendes Wesen eigen und genoss vor allem während seiner Zeit im Landrat und zu Beginn seiner Regierungstätigkeit viel Sympathie. Zuletzt, vor allem nach der Rückkehr aus seiner krankheitsbedingten Auszeit, musste er jedoch Kritik einstecken. Ihm waren Fehlplanungen im Zusammenhang mit dem geplanten und nicht realisierten Ausbau des Kantonsspitals Bruderholz zur Last gelegt worden. Die Kritik hatte Zwick zweifellos zugesetzt.

Lange politische Karriere

Vor seiner Wahl in die Regierung war Zwick seit 1999 Mitglied des Landrates. Von 2003 bis 2007 stand er der CVP/EVP-Fraktion vor. Zwick startete seine politische Karriere in seiner Wohngemeinde Münchenstein, in welcher er von 1995 bis 2001 Mitglied der Gemeindekommission war. Bis zu seiner Wahl als Regierungsrat war Zwick auch in kirchlichen Gremien tätig. So präsidierte er von 1986 bis 1998 die römisch-katholische Kirchgemeinde Münchenstein und von 2000 bis 2007 die römisch-katholische Landeskirche Basel-Landschaft.

Peter Zwick wurde in Basel geboren und wuchs auch dort auf. Dort absolvierte bei den Basler Nachrichten eine Ausbildung zum Lithographen. Er bildete sich weiter zum Druckingenieur und Maschinentechniker. Viele Jahre lang war er Verkaufsleiter eines international führenden Unternehmens in der Etikettierbranche. Später zog er nach Münchenstein, wo er bis zu seinem Tod lebte.

Wandel in der Regierung steht bevor

In der jüngere Baselbieter Geschichte ist Zwick der zweite Regierungsrat, der im Amt verstorben ist. Im Jahr 1987 ist FDP-Regierungsrat Markus van Baerle, ebenfalls aus Münchenstein, überraschend gestorben.

Mit Zwicks Tod wird die Baselbieter Regierung einem schnellen Wandel unterworfen. Bereits am 3. März muss ein Nachfolger für den langjährigen Finanzdirektor Adrian Ballmer (FDP) gewählt worden. Ballmer, der im Jahr 2000 gewählt wurde, tritt zurück.

SDA/-en/amu

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