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Behinderungen im Schweizer Flug- und Bahnverkehr

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz bekommt die Unruhen in Frankreich zu spüren. Betroffen sind vor allem die SBB. Doch auch der Flugverkehr nach Frankreich leidet unter den Streiks.

TGV-Reisen nach Frankreich zurzeit nicht möglich: TGV der Französischen Bahn in Bern.
TGV-Reisen nach Frankreich zurzeit nicht möglich: TGV der Französischen Bahn in Bern.
Keystone

Der Streik in Frankreich legt zurzeit die meisten Verkehrsmittel lahm. Auch die Schweiz bekommt die Unzufriedenheit der Gewerkschaften des Nachbarlandes immer mehr zu spüren.

Am Dienstag mussten allein in Zürich-Kloten vier von zwölf geplanten Swiss-Flügen nach Paris annulliert werden. Flüge der Air-France waren dagegen von den Protesten gegen die Rentenreform nicht betroffen. Ihre vier Flüge von und nach Zürich fanden planmässig statt.

Heute Mittwoch zeigt sich die Situation ein wenig entspannter: Bisher kam es in Kloten noch zu keinen Flugausfällen. Dafür müssen Passagiere, die nach Frankreich wollen, mit massiven Verspätungen rechnen. Zwei der Flüge nach Paris konnten erst mit rund 50 Minuten Verspätung nach Paris abheben, wie ein Pressesprecher des Flughafens Kloten gegenüber Redaktion Tamedia mitteilt. Auch bei Flügen nach Portugal und Spanien muss mit Verspätungen gerechnet werden.

«Anschlüsse nicht gewährleistet»

Im Bahnverkehr sind die ausserplanmässigen Veränderungen einschneidender: Die SBB listen auf ihrer Homepage die Zugverbindungen nach und von Frankreich, die aktuell von den Streiks betroffen sind: Basel - Brüssel, Genf - Lyon, Lausanne - Paris oder Bern - Lyon – die Liste liesse sich noch lange fortsetzen. Nahezu alle TGV-Verbindungen sind davon betroffen. So muss mit massiven Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden. «Die Anschlüsse sind nicht gewährleistet», schreibt die SBB auf ihrer Homepage.

Weil die Raffinerien in Frankreich weiterhin streiken, wird das Problem des Spritmangels in Frankreich immer prekärer. Viele französische Autofahrer weichen auf Tankstellen in grenznahen Gebieten aus. Es stellt sich sowas wie ein Tanktourismus ein, von dem auch Tankstellen in der Schweiz profitieren (Redaktion Tamedia berichtete am Dienstag).

Auftanken bei Zwischenlandung für Kloten kein Problem

Die Flughäfen in der Schweiz bereiten sich zudem auf ausserplanmässige Zwischenlandungen vor, bei denen Flugzeuge aus Frankreich aufgetankt werden müssen. Für Zürich-Kloten wäre eine solche Zwischenlandung problemlos, wie der Mediensprecher gegenüber Redaktion Tamedia mitteilt.

Etwas weniger erfreut auf solche Tankstopps zeigt sich der Flughafen Genf: «Flugzeuge, die aus Frankreich nur zum tanken hierher fliegen, wollen wir nicht», sagte ein Mediensprecher am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Die Kerosin-Reserven reichten gegenwärtig für drei Tage. Im Notfall können Kriegsreserven angezapft werden, die für einen Monat genügen müssten. «Wir tanken nur Flugzeuge, die aus Genf wegfliegen oder hier zwischenlanden», ergänzte der Sprecher.

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