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Berner Stadtrat verpasst Gemeinderäten Denkzettel

Der Bärenpark kostet fast doppelt so viel wie budgetiert. Das Parlament setzte darum heute ein Zeichen: Es verweigert eine nachträgliche Aufstockung des Baukredits.

Kostete 21,3 Millionen Franken: Der Bärengraben in Bern.
Kostete 21,3 Millionen Franken: Der Bärengraben in Bern.

Obwohl das Geld bereits ausgegeben ist, hat der Berner Stadtrat am Donnerstag eine nachträgliche Aufstockung des Baukredits für den Bärenpark abgelehnt. Eine Mehrheit der Parlamentarier protestierte damit gegen die Kostenüberschreitungen beim Bärenpark.

Die zuständige Finanzdirektorin Barbara Hayoz (FDP) musste sich während der Debatte viel Kritik anhören. Aus finanzieller Sicht sei der Bärenpark ein gigantisches Debakel, sagte etwa Corinne Mathieu (SP), Präsidentin der Kommission für Finanzen, Sicherheit und Umwelt.

Bei einer Kostenüberschreitung von mehr als 100 Prozent sei eine Ablehnung des Kredits nun die logische Konsequenz. Schliesslich habe der Stadtrat am Anfang des Projekts zur Auflage gemacht, die Finanzierung über private Quellen sicherzustellen.

FDP hält zu Gemeinderätin

Es kam bekanntlich anders: Die Kosten für den Bau des Parks verdoppelten sich auf 21,3 Millionen Franken. Mit privaten Sponsorengeldern konnten 11,7 Millionen Franken gedeckt werden. Nach Abzug des Projektierungskredits präsentierte nun der Gemeinderat dem Parlament eine Kreditabrechnung von fast 8,9 Millionen Franken.

Mehrere Fraktionssprecher bekräftigten denn auch, mit ihrer Ablehnung ein Zeichen setzen zu wollen. Anders sah das die FDP, die Partei der Finanzdirektorin. Die Partei sah in einem Nein vielmehr ein negatives Signal für allfällige künftige privaten Geldgeber.

Gemeinderätin Hayoz zeigte teilweise Verständnis für die heftige Kritik. Der Bärenpark als Publikumsmagnet in Bern habe aber ein Ja vom Stadtrat verdient, fügte sie an. Trotzdem lehnten die Stadträte mit 43 Nein- zu 22 Ja-Stimmen und bei 4 Enthaltungen die beantragte Kreditaufstockung ab.

(SDA)

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