Zum Hauptinhalt springen

Berner SVP schlägt Rösti als Bundesratskandidaten vor

Damit hatten bis am Dienstagabend die wenigsten gerechnet: Die Berner SVP nominiert Albert Rösti als möglichen Bundesratskandidaten.

Der Favorit: Heinz Brand aus Graubünden.
Der Favorit: Heinz Brand aus Graubünden.
Lukas Lehmann, Keystone
Thomas Aeschi aus Zug stellt sich ebenfalls zur Wahl.
Thomas Aeschi aus Zug stellt sich ebenfalls zur Wahl.
Peter Klaunzer, Keystone
... und Thomas Hurter.
... und Thomas Hurter.
Benedetto Galli, Keystone
1 / 9

Die SVP des Kantons Bern schlägt der SVP-internen Findungskommission den Berner Nationalrat Albert Rösti als Bundesratskandidaten vor. Das hat der Vorstand der bernischen SVP am Dienstagabend entschieden.

An der Vorstandssitzung sei vor allem darüber diskutiert worden, ob die Berner Sektion einen Vorschlag machen solle, da doch bereits eine Bernerin und ein Berner im Bundesrat sitzen. Das sagte die Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern, Aliki Panayides, nach der Sitzung auf Anfrage.

Der Vorstand habe sich schliesslich zugunsten eines Vorschlags an die Findungskommission entschieden, weil sie der Meinung sei, die SVP-Bundeshausfraktion solle zwischen mehreren Kandidaten auswählen können. Zudem sei Albert Rösti ein guter Kandidat. Die SVP-Fraktion, so Panayides entscheidet schliesslich, wer für die SVP bei den Bundesratswahlen antritt.

«Meldung ist angemessen»

Eine Rolle gespielt habe bei den Überlegungen auch, so Panayides weiter, dass die bernische SVP die zweitgrösste Kantonalsektion sei und neun Nationalräte stelle. Deshalb finde es die bernische SVP angemessen, jemanden zu melden. Rösti ist laut Panayides auch bereit, Bundesrat zu werden.

Politische Interessenskonflikte gibt es derzeit jedenfalls keine. Rösti hat sich unlängst im Kampf um die Berner Ständeratssitze selber aus dem Rennen genommen und wird am zweiten Wahlgang vom 15. November nicht mehr antreten. Bereits Mitte September verzichtete der 48-jährige Oberländer auf eine Kandidatur für die Ersatzwahlen des Berner Regierungsrat.

Absage von Amstutz/Pieren

Abgesagt haben hingegen drei andere bekannte Berner SVP-Vertreterinnen und -Vertreter in Bundesbern, welche von der Spitze der bernischen SVP kontaktiert wurden: Die Nationalräte Adrian Amstutz, Nadja Pieren und Andreas Aebi. Amstutz und Aebi wurden Ende 2008 von der Berner SVP für die Nachfolge von Samuel Schmid ins Rennen geschick – ohne Erfolg.

Knecht, Germann und Hutter

Abgesehen von der Berner Sektion haben bisher zwei Kantonalsektionen der SVP-Findungskommission Personalvorschläge unterbreitet. Die SVP des Kantons Aargau mit Nationalrat Hansjörg Knecht und die SVP des Kantons Schaffhausen mit Ständerat Hannes Germann und Nationalrat Thumas Hurter, die am Montagabend nominiert wurden. Im Kanton Waadt dürfte am 11. November Nationalrat Guy Parmelin nominiert werden. Ebenfalls im Gespräch ist der Bündner Nationalrat Heinz Brand.

Die SVP Schweiz lässt den Kantonalsektionen bis zum 13. November Zeit, ihre Kandidaten offiziell vorzuschlagen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch