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Berset fürchtet Konfrontation mit SP nicht

Der neue Innenminister Alain Berset will sich für die Solidarität zwischen Generationen, Regionen und zwischen Reich und Arm einsetzen. Und er habe keine Angst vor unpopulären Dossiers, sagt er in einem Interview.

Muss bald erstmals gegen die SP antreten: Parteikollegin Ursula Wyss gratuliert dem frischgewählten Bundesrat Alain Berset.
Muss bald erstmals gegen die SP antreten: Parteikollegin Ursula Wyss gratuliert dem frischgewählten Bundesrat Alain Berset.
Reuters

Der künftige Innenminister Alain Berset will sich in seinem neuen Amt für die Solidarität zwischen den Generationen, den Regionen und zwischen Reich und Arm einsetzen. Dies sagte er in einem Interview gegenüber dem «Sonntagsblick».

Das Eidg. Departement des Innern (EDI) sei ein wichtiges Ministerium, in dem grosse Herausforderungen auf ihn warteten. Dabei gehe es um sehr konkrete Themen, welche die Menschen direkt beträfen, sagte Berset.

Die Vision der Schweiz

«Ich bin glücklich, dass ich mich für die soziale Sicherheit engagieren darf, die so existenziell für eine Gesellschaft ist». Er sei sich bewusst, dass die Schweiz den sozialen Ausgleich brauche. «In meinem künftigen Departement kann ich für diese Vision der Schweiz arbeiten.»

Gegenüber der Westschweizer Sonntagszeitung «Matin Dimanche» betonte Berset, dass er keine Angst vor den unpopulären Dossiers wie der AHV und den Gesundheitskosten habe, auch wenn er sich gegen seine eigene Partei engagieren müsse. Zwischen den beteiligten Akteuren gebe immer ein Potenzial für Diskussionen, Austausch und auch Spannungen.

Ein Gleichgewicht finden

Die Frage des Rentenalters müsse beispielsweise gesamtheitlich betrachtet werden, sagte der 39-jährige Freiburger im Interview mit der «SonntagsZeitung». Auch die Flexibilisierung müsse einbezogen werden. «Heute sage ich nur: Ich werde hier Lösungen präsentieren müssen.»

Das wichtigste sei, diejenigen Bereiche auszuloten, bei denen man ein Gleichgewicht finden könne. Er sei sich bewusst, dass dies ein grosser Teil seiner Arbeit in den nächsten Jahren sein werde, sagte Berset. «Ich garantiere Ihnen, dass es keine Tabus geben wird.»

SDA/wid

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