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Bester Aargauer Maturand soll ausgeschafft werden

Olivier Cayo schrieb eine brillante Maturarbeit – Note 6. Sie wurde als eine der fünf besten Arbeiten im Kanton Aargau ausgezeichnet. Doch jetzt sagt das Bundesverwaltungsgericht: Cayo muss ausgeschafft werden.

Vor fünf Jahren ist der heute 22-jährige Olivier Cayo in die Schweiz gekommen. Er büffelte Deutsch in einem kleinen Zimmer im Asylzentrum, das er mit einem Mitbewohner teilt. Schliesslich bekam er die Möglichkeit, in die Kantonsschule einzutreten. Er fand schnell Anschluss, baute Freundschaften auf, lernte seine Freundin kennen und viele Menschen, die ihn mögen und schätzen.

Gegen seine Ausschaffung in die Elfenbeinküste macht nun der halbe Aargau mobil. Auch auf politischer Ebene bekommt Olivier Cayo Unterstützung. SP-Grossrat Ivica Petrusic aus Aarau plant eine Unterstützungsaktion durch Politiker aus dem Aargauer Parlament.

800 Solidaritäts-E-Mails

Und selbst SVP-Nationalrat Ueli Giezendanner findet, die Schweiz müsse Herz zeigen und Olivier Cayo hierbleiben lassen. «Es ist unfair und unmenschlich, jemanden hier die Matur machen zu lassen, seinen Fall so lange zu verschlampen und ihn dann nach Hause zu schicken.» Das sei eine absolute Fehlleistung des Departements von Bundesrätin Widmer-Schlumpf. «Allerdings darf man Olivier Cayo nicht bevorzugen, weil er intelligent ist.» Er solle bleiben dürfen, weil er den Willen gezeigt habe, sich zu integrieren.

Die letzte Hoffnung für Cayo bleibt nun ein Härtefallgesuch. Bisher hat er insgesamt fast 800 E-Mails von Menschen erhalten, die ihm Unterstützung zusichern. Einen Tag nach dem ersten Bericht in der «Aargauer Zeitung» klingelte sein Telefon pausenlos.

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