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Calmy-Reys Aussenposten im Minibus

An der Fussball-WM in Südafrika war die Schweizer Diplomatie mit einem mobilen Konsulat vor Ort.

Probleme mit Behörden oder anderen Angelegenheiten? Die Schweiz war auch in Südafrika vor Ort, wie hier vor dem Stadion in Bloemfontein.
Probleme mit Behörden oder anderen Angelegenheiten? Die Schweiz war auch in Südafrika vor Ort, wie hier vor dem Stadion in Bloemfontein.
Keystone

Nach je vier Tagen Präsenz in Durban und Port Elizabeth endete mit dem Aus des Schweizer WM-Traums in Bloemfontein auch die Mission des fahrenden Konsulats, wie Georg Farago vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Der gut sichtbare weisse Minibus mit Schweizer Kreuz und dem Logo des Bundes wurde jeweils in den Fan-Zonen und an den Matchtagen in der Nähe der Stadien platziert. Das mobile Konsulat sei bei den Schweizer Fans «durchwegs auf Begeisterung gestossen», sagte Farago.

Konsularische Fälle im engeren Sinn gab es nur ein halbes Dutzend. Das Konsulats-Team bearbeitete mehrere Passverluste, stellte so genannte Laissez-passer für die Rückreise in die Schweiz sowie Beglaubigungen aus.

Nacht im Gefängnis verhindert

Einem Schweizer konnte geholfen werden, der Schwierigkeiten mit den südafrikanischen Immigrationsbehörden hatte und dem eine Nacht im Gefängnis drohte. In einem Fall wurde eine Passkopie beglaubigt, um einem Schweizer Fan das Abholen der WM-Tickets zu ermöglichen.

In zahlreichen Fällen gab das Team Auskunft über die Vorschriften in Südafrika. Alle Besucher erhielten für Notfälle die Telefonnummer des Konsulats in die Hand gedrückt. «Das Echo war durchwegs positiv, unsere Mitbürger waren beruhigt zu wissen, dass wir in einem Notfall für sie vor Ort sind», sagte Marianne Jenni, Team-Leiterin vor Ort.

Es war laut EDA-Sprecher Farago das erste Mal, dass die Idee eines mobilen Konsulats realisiert wurde. Angesichts des Erfolgs ist das EDA «sicher, dass dieses Beispiel auch an anderen Grossanlässen im Ausland Schule machen wird, zu denen eine grosse Anzahl Schweizer erwartet wird».

SDA/cpm

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