«Den Begriff ‹Heimat› hat niemand für sich gepachtet»

FDP-Präsidentin Petra Gössi hat ihre Partei auf die Wahlen im Herbst eingeschworen.

«Den Begriff ‹Heimat› hat niemand für sich gepachtet»: Die FDP-Präsidentin Petra Gössi im Interview. (1. Februar 2019) Video: SDA

Petra Gössi will, dass ihre Leute die FDP-Politik dieses Jahr noch näher zu den Leuten bringen und setzt wie die Konkurrentin SP auf Tür-zu-Tür-Wahlkampf. Mit einer positiven und konstruktiven Zukunftsvision zeige die FDP anhand von sieben Zielen klar auf, für was sie kämpfe und was ihr Staatsverständnis sei, sagte die Parteipräsidentin am Freitag vor knapp 200 FDP-Mitgliedern. Im Zentrum der FDP-Vision stehe die Heimat.

Das bedeute nicht, dass sich die FDP nach rechts anbiedere. Ganz im Gegenteil, es müsse einmal klar und deutlich gesagt werden, dass der Begriff Heimat von niemandem gepachtet worden sei. «Wir Freisinnigen wollen eine zukunftsgerichtete, fortschrittliche Heimat. Wir machen Politik, damit unsere Heimat auch noch in Zukunft ein Erfolg ist», sagte Gössi.

Es nützt gemäss der Parteipräsidentin aber nichts, wenn die FDP eine Vision für die Zukunft ausarbeite und diese dann für sich behalte. Man müsse zu den Leuten und ihnen die Lösungen präsentieren, forderte Gössi.

Persönlich zu den Leuten gehen

Die FDP-Chefin will, dass ihre Partei dieses Mal deutlich mehr potenzielle Wählerinnen und Wähler mobilisiert, als bei den nationalen Wahlen 2015. Es dürfe nicht noch einmal passieren, dass die FDP nur gerade die Hälfte ihrer möglichen Anhängerinnen und Anhänger abholt.

Die SP habe vor vier Jahren zwei Drittel und die SVP gleich ihre gesamte Wählerschaft motivieren können, wählen zu gehen. Damit die FDP die Menschen erreichen kann, sollen die Kandidatinnen und Kandidaten zu den Menschen nach Hause gehen, sich persönlich vorstellen und mit ihnen über die Probleme sprechen.

Sie sei selber vor einigen Tagen mit FDP-Mitgliedern in Zürich unterwegs gewesen, sagte Gössi. Es sei toll und bereichernd gewesen, aber es nütze nichts, wenn nur einzelne auf die Strasse gehen. Es brauche jede und jeden, damit die FDP die Wahlen gewinne und die SP überhole.

Wahlkampf mit «heisser Luft»

Die Partei setzt im Wahlkampf auch auf viel «heisse Luft» – und zwar in Form eines Heissluftballons. Dieser wurde am Freitag in Aarau im Trockenen auf den Namen Alfred Escher getauft und wird den Kantonalsektionen für den Wahlkampf zur Verfügung gestellt. Mit seinem Innovationswillen und seinem Drang, die Schweiz weiterzubringen, habe Escher Mitte des 19. Jahrhunderts für den damals noch jungen Bundesstaat vieles erreicht, begründete Gössi die Wahl des Namens.

nag/sda

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