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«Der Aufwand ist enorm – trotzdem weiss man nicht, ob es funktioniert»

Barbara Burger (44) hat für ihren Film «Kinder machen» den Berner Filmpreis erhalten. Er handelt von der Reproduktionsmedizin. «Viele werden im Inners­ten erschüttert, wenn sie ­keine Kinder bekommen können», sagt die Regisseurin.

«Vielleicht ist es für unsere Töchter völlig normal, dass sie mit 25 Jahren Eizellen einfrieren lassen», sagt die Berner Regisseurin Barbara Burger.
«Vielleicht ist es für unsere Töchter völlig normal, dass sie mit 25 Jahren Eizellen einfrieren lassen», sagt die Berner Regisseurin Barbara Burger.
Raphael Moser

Frau Burger, was hat Sie dazu bewogen, einen Dokumentarfilm über die Reproduktionsmedizin zu drehen?Barbara Burger:Ich habe auf natürlichem Weg zwei Kinder bekommen. In meinem Freundeskreis gibt es aber Paare, bei denen es nicht einfach so klappte. So wurde das Thema unerfüllter Kinderwunsch plötzlich wichtig für mich. In dieser Zeit sah ich eine Werbeanzeige, die versprach: Ich kriege mein Kind, wann ich will. Eine Klinik warb für Social Freezing, also dafür, dass junge Frauen ihre Eizellen einfrieren lassen. Diese können sie sich dann in einer späteren Lebensphase befruchten und wieder einsetzen lassen. Ich war wie elektrisiert: Wäre das die Lösung gewesen für meine Freunde? Und weiter noch: Ist diese Wahlfreiheit der nächste Schritt in der Emanzipation?

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