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Der Bundesrat versetzt Ökonomen in Aufruhr

Der Vorschlag der Landesregierung, Pensionskassenbezüge für Wohneigentum zu verbieten, beunruhigt Marktbeobachter. Sie befürchten einen neuen Preisanstieg im leicht abgekühlten Immobilienmarkt.

Der Vorschlag des Bundesrats zum Vorbezug von Pensionskassengeldern wird sich auf den Immobilienmarkt auswirken. Foto: Keystone
Der Vorschlag des Bundesrats zum Vorbezug von Pensionskassengeldern wird sich auf den Immobilienmarkt auswirken. Foto: Keystone

Seit Jahren warnt die Nationalbank vor einem überhitzten Immobilienmarkt. Mit stetem Druck versucht sie mässigend auf die zu grosszügige Vergabe von Hypothekarkrediten einzuwirken. Ihr Ziel ist es, den Sektor sachte abzukühlen und so ein Platzen der Blase zu verhindern.

Just in dieses heikle Unterfangen platzt der Bundesrat mit der Ankündigung, den Kapitalbezug aus der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterbinden zu wollen. Unter anderem soll es damit nicht mehr möglich sein, Wohn­eigentum mit angespartem Geld der Pensionskasse mitzufinanzieren. «Ungeschickt», kommentiert UBS-Ökonom Matthias Holzhey. Die Absicht des Bundesrats komme «zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt», schreiben die ­Experten der Credit Suisse.

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