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Der Masterplan für die Expo 2027 steht

Die nächste Expo soll in der Ostschweiz stattfinden. Die Kantone St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden haben bereits Leitlinien ausgearbeitet. Der Bund entscheidet jedoch erst 2018.

Masterplan für Expo2027 in der Ostschweiz ist beim Bundesrat St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden wollen 2027 zwischen Bodensee, Rhein und Säntis eine Landesausstellung ausrichten: die Expo2027 Bodensee-Ostschweiz. Ein Masterplan ist beim Bundesrat. Die Trägerkantone warten jetzt auf ein positives Signal aus Bern.

«Wir wünschen uns, bald vom Bundesrat eingeladen zu werden, um unsere Absichten vorstellen zu können», sagte der Thurgauer Regierungsrat Jakob Stark vor den Medien in Horn TG. An seiner Seite sassen die Ausserrhoder Frau Landammann Marianne Koller-Bohl und Regierungsrat Benedikt Würth aus dem St. Gallischen.

Bundesrat hat Unterlagen

Sie stellten ein Masterplan-Dossier für die Expo2027 vor, das dem Bundesrat bereits zugeleitet wurde. Ob eine Landesausstellung in der Ostschweiz ausgetragen wird, entscheiden der Bundesrat und die eidgenössischen Räte. Mit dem Entscheid von National- und Ständerat rechnen die Ostschweizer Kantone gemäss Masterplan im Jahr 2018.

Doch so lange können und wollen die drei Ostschweizer Kantone nicht warten. Der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Benedikt Würth sagte, nun sei ein erstes positives Signal des Bundesrates wichtig.

Jakob Stark: «Ein Meilenstein»

Denn schon 2014 soll ein Konzeptwettbewerb ausgeschrieben werden. Die Kosten: 580'000 Franken. Diese Kosten sind in den Budgets und Finanzplänen der drei Trägerkantone enthalten, die Ende dieses Jahr in den Kantonsparlamenten behandelt werden. Durchgeführt wird der Konzeptwettbewerb von der Arbeitsgemeinschaft «Heller/Frei/Ulrich».

Martin Heller von Heller Enterprises, Zürich, war künstlerischer Direktor der Expo02. Das Masterplan-Dossier für die Expo2027 enthält eine ausführliche Auswertung der Expo02, die zehn Treiber (Positives), zehn Stopper (Negatives) und zehn Folgerungen umfasst. Jakob Stark nannte den Masterplan einen «Meilenstein» auf dem Weg zur Expo2027.

Es wird konkreter

Im Masterplan-Dossier sind zehn Leitlinien für eine Landesausstellung in der Ostschweiz formuliert. «Die 'Expo2027 Bodensee-Ostschweiz' wird ein grosses Fest», sagte Marianne Koller-Bohl. Der Geist der Ausstellung soll weit über die Grenzen der Schweiz hinausgetragen werden. Gleichwohl soll sie den nationalen Zusammenhalt fördern.

Inhaltlich soll die Ausstellung auf eine fundierte und breit nachvollziehbare Auseinandersetzung mit der Gegenwart und der Zukunft der Schweiz fokussieren, sagte die Ausserrhoder Frau Landammann. Die Expo2027 werde Menschen bewegen, Begegnungen und Gemeinschaften bieten, Bauten präsentieren, Erlebnisse ermöglichen.

Vertrauen gewinnen

Benedikt Würth sagte, um das Vertrauen der Politik in Bundesbern zu gewinnen - «und um das geht es jetzt» -, müsse die Expo2027 und ihre Organisation eine verlässliche Geschäftsführung garantieren. Getragen wird die Expo Bodensee-Ostschweiz zur Hauptsache vom Bund.

Der Konzeptwettbewerb soll bis Ende 2015 erste konkrete geografische und inhaltliche Festlegungen bringen. Laut Jakob Stark sind zum heutigen Zeitpunkt auch noch Austragungsorte ausserhalb der drei Trägerkantone und auch ausserhalb der Schweiz möglich. Entsprechend könnte die Trägerschaft auch noch erweitert werden.

Die Expo02 war die 6. Schweizer Landesausstellung und fand vom 15. Mai bis 20. Oktober 2002 im Drei-Seen-Land statt. Die Ausstellung bestand zur Hauptsache aus so genannten Arteplages, die an den Seeufern der Städte Biel, Murten, Neuenburg und Yverdon-les-Bains gebaut wurden. Die Expo2027 wäre die 7. Schweizer Landesausstellung.

(SDA)

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