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Der Oligarch darf in Rapperswil bleiben

Michail Chodorkowski lebte acht Jahre in einem Straflager in Sibirien. Nachdem er 2013 von Putin begnadigt worden war, zog er nach Rapperswil-Jona. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde nun verlängert.

Von Sibirien an den Zürichsee: Michail Chodorkowski während einer Pressekonferenz. (22. Dezember 2013)
Von Sibirien an den Zürichsee: Michail Chodorkowski während einer Pressekonferenz. (22. Dezember 2013)
Michael Sohn, Keystone

Der Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski (51) darf weiter in Rapperswil-Jona am Zürichsee wohnen. Die Behörden haben Chodorkowskis Aufenthaltsbewilligung, die demnächst ausgelaufen wäre, um ein Jahr verlängert.

Hans-Rudolf Arta, Generalsekretär des St. Galler Justiz- und Sicherheitsdepartements, bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Diese Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei der Normalfall, sagte Arta.

Bewilligungen würden nur dann nicht verlängert, wenn der Gesuchsteller negativ in Erscheinung trete, kriminell werde oder auf Sozialhilfe angewiesen sei. Dies sei bei Chodorkowski nicht der Fall.

Pauschal besteuerter Oligarch

Der frühere Chef des russischen Ölkonzerns Yukos kam Anfang 2014 in die Schweiz. Er wohnt seither mit seiner Frau und seinen Kindern in einer Villa in Rapperswil-Jona SG. Er wird pauschal besteuert.

Chodorkowski wurde in der postsowjetischen Ära im Ölgeschäft zum Milliardär. Er war Chef des inzwischen zerschlagenen russischen Jukos-Konzerns. 2004 galt er mit einem geschätzten Vermögen von 15,2 Milliarden US-Dollar als reichster Russe und eine der reichsten Personen weltweit.

Dann profilierte er sich als Gegenspieler Putins. 2005 wurde er wegen Steuerhinterziehung und Betrugs verurteilt und sass bis Ende 2013 in Haft. Nach seiner überraschenden Begnadigung durch Präsident Putin kurz vor Weihnachten 2013 kam Chodorkowski Anfang 2014 in die Schweiz.

SDA/pst

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