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«Die Angeklagten nahmen das Urteil regungslos entgegen»

Der Prozess um die Vetternwirtschaft in der Steuerverwaltung endet mit bedingten Geld- und Freiheitsstrafen. Redaktion Tamedia-Korrespondent Christian Brönnimann über die Folgen des Bestechungsskandals.

Tina Huber
Über 100 Millionen Franken Steuergelder in den Sand gesetzt: Nationalräte während der Debatte über das Informatikdebakel Insieme. (11. Dezember 2014)
Über 100 Millionen Franken Steuergelder in den Sand gesetzt: Nationalräte während der Debatte über das Informatikdebakel Insieme. (11. Dezember 2014)
Lukas Lehmann, Keystone

Ein ehemaliger Kadermann der Steuerverwaltung ist zu einer bedingten Geld- und Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er zwei IT-Managern jahrelang Aufträge für das Informatikprojekt Insieme zugehalten hatte. Wie schätzen Sie das Urteil ein?

Die Bundesanwaltschaft ist in ihren Hauptanklagepunkten durchgekommen und kann zufrieden sein. Sie konnte glaubhaft machen, dass sich der Ex-Beamte der ungetreuen Amtsführung und der Vorteilsannahme schuldig gemacht hatte. Die Urkundenfälschung – der Angeklagte soll Dokumente gefälscht haben, um Verstösse gegen das Beschaffungsrecht zu überdecken – konnte sie aufgrund ungenügender Beweislage nicht nachweisen. Aber das war eher ein Nebenaspekt. Auch bei den beiden anderen Angeklagten, zwei IT-Managern, blieb der Richter mit den bedingten Geldstrafen nur leicht unter dem Antrag der Bundesanwaltschaft.

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