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Die Freisinnige blocherscher Prägung

Wenn Rechtskonservative vom «bürgerlichen Schulterschluss» reden, denken sie an Karin Keller-Sutter. Die bestens vernetzte St. Gallerin spielte in den Wirren um die NZZ eine Hauptrolle.

MeinungVon Philipp Loser
«Ich gehöre zu den Frauen, die das meinen, was sie sagen»: FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter. Bild: Peter Klaunzer
«Ich gehöre zu den Frauen, die das meinen, was sie sagen»: FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter. Bild: Peter Klaunzer

Sie kann Montesquieu, und sie kann die Würgeschlange. «Sternstunde Philosophie» und «Donnschtig-Jass», die Unterschiede sind minimal. «Wie schon Montesquieu gesagt hat: Die Herrschaft des Rechts ist die Grundlage der Freiheit», sagt Karin Keller-Sutter (51) während der Philosophie-Stunde im Schweizer Fernsehen und redet damit gegen das Hardliner-Image an, das ihr aus der Zeit als St. Galler Sicherheitsdirektorin geblieben ist. «Mein Herz pöpperlet ganz wild», sagte sie, als sie sich im «Donnschtig-Jass» eine 35 Kilo schwere Würgeschlange um den Hals legen muss. («Dabei bin ich nur 55 Kilo!», erwähnt sie vor der Mutprobe.) Das Live-Pub­likum in Mels St. Gallen ist begeistert.

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