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Die Genfer lieben es extrem

Der streitlustige Kanton ergeht sich in der Rhetorik, misstraut der Politik und favorisiert radikale Bewegungen – mal rechts, mal links. Das war schon immer so.

Die Oppositionspartei MCG in Siegerlaune: Roger Golay, Eric Stauffer und Mauro Poggia (v. l.).
Die Oppositionspartei MCG in Siegerlaune: Roger Golay, Eric Stauffer und Mauro Poggia (v. l.).
Salvatore di Nolfi, Keystone

«Genève: état de crise», die Klage hört man oft in Genf. Zwar bleibt offen, ob die Krise den Genfer Staat ereilt oder die Krise ein Genfer Zustand ist. Tatsache bleibt, dass Genf permanent Krisen durchleidet: Regierungskrise, Immobilienkrise, Grenzgängerkrise, Verkehrskrise, Vertrauenskrise, Armutskrise. Man streitet hier lauter als andere, bleibt länger unzufrieden und hält die «grande gueule Genevoise», die grosse Genfer Klappe, für ein Kompliment. «Wir leben in einem politisch psychopathischen Kanton», sagt der Genfer SVP-Nationalrat Yves Nidegger, «denn wir sind unfähig, unsere Probleme vernünftig, also schweizerisch zu lösen.»

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