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Die UBS setzt in Imagekampagne auf bekennenden Antisemit

Die UBS lanciert eine neue Werbekampagne mit dem Architekten und Hitler-Bewunderer Le Corbusier. Die Gesellschaft Schweiz-Israel reagiert entsetzt über den unbeabsichtigten Fehltritt der Grossbank.

Die Schweizer Grossbank tritt in ihrer neuen Imagekampagne in ein gewaltiges Fettnäpfchen: Nebst anderen Werbeträgern setzt die UBS in ihrer Kampagne auch auf den Architekten, Möbeldesigner und Maler Le Corbusier - ohne die Vergangenheit des 1965 verstorbener Meisters durchleuchtet zu haben. Das Berichtet die «SonntagsZeitung».

So ist der UBS entgangen, dass Le Corbusier Hitler bewunderte und die Juden verachtete. Die von der «SonntagsZeitung» darauf aufmerksam gemachte Gesellschaft Schweiz-Israel reagiert entsetzt. Die Zentralpräsidentin, alt Nationalrätin Vreni Müller-Hemmi, verlangt, dass Le Corbusier umgehend aus der Kampagne entfernt wird.

Blindes Vertrauen der UBS

Entrüstet zeigt sich auch Yves Kugelmann, Chefredaktor der jüdischen Wochenzeitung «Tachles»: Le Corbusier einzupannen sei «zynisch und dumm». Nach dem Debakel mit den Holocaust-Geldern hätte er von der UBS eine grössere Sensibilität im Umgang mit der jüngeren Geschichte erwartet.

Die UBS war offenbar naiv. Sie vertraute darauf, dass eine Persönlichkeit, deren Porträt die Zehn-Franken-Note ziert, unproblematisch ist. Eines besseren belehrt, sieht die Bank aber noch keinen hinreichenden Grund, Le Corbusier aus der Kampagne zu kippen. Le Corbusiers unrühmliche Vergangenheit ist selbst auf wikipedia.de aufgearbeitet.

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