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«Durch Freier-Bestrafung rentiert sich Menschenhandel nicht mehr»

Politiker aller Parteien fordern vom Bundesrat, ein Prostitutionsverbot zu prüfen. EVP-Politikerin und Initiantin Marianne Streiff über mögliche Auswirkungen und das schwedische Modell als Vorbild.

Die Frauen als käufliche Objekte? Eine Prostituierte auf dem ehemaligen Strassenstrich am Sihlquai in Zürich. (Archivbild)
Die Frauen als käufliche Objekte? Eine Prostituierte auf dem ehemaligen Strassenstrich am Sihlquai in Zürich. (Archivbild)
Nicola Pitaro

Frau Streiff, in ihrem parlamentarischen Vorstoss fordern Sie den Bundesrat auf, ein Prostitutionsverbot zu prüfen. Warum? Es geht mir vor allem um das Thema Menschenhandel. Mit der Liberalisierung der Prostitution haben Menschenhandelsströme aus den osteuropäischen Ländern und aus Brasilien stark zugenommen. Ich fordere die Möglichkeit, die Auswirkungen des schwedischen Modells zu erforschen – und dann möglicherweise den Menschenhandel zu unterbinden. In Schweden werden die Freier bestraft – das Gewerbe wird also mit den Augen der betroffenen Frauen betrachtet. Diese Praxis geniesst in der Bevölkerung eine grosse Zustimmung – über 70 Prozent sind dort gegen die Prostitution.

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