Zum Hauptinhalt springen

Elf Männer wollen – einer will immer noch nicht

Am Freitag war Anmeldeschluss für Bundesräte in spe: Nach allem, was bekannt ist, gingen bei der Findungskommission der SVP elf Kandidaturen ein. Auffällig ist, dass kaum langjährige Parlamentarier Interesse und Chancen haben.

Glitschiges Terrain: Die SVP kann die Wahl eines zweiten Vertreters in den Bundesrat fast nur noch selber vermasseln, so wie es zurzeit aussieht.
Glitschiges Terrain: Die SVP kann die Wahl eines zweiten Vertreters in den Bundesrat fast nur noch selber vermasseln, so wie es zurzeit aussieht.
Fotolia
Die Topkandidaten: Heinz Brand: Da half alles Lavieren nichts: Der Bündner Nationalrat Heinz Brand galt von Beginn an als absoluter Topfavorit für den zweiten SVP-Bundesratssitz. Das ist insofern überraschend, als er erst seit 2011 im Nationalrat sitzt – gleich kurz wie ein anderer Topfavorit, Thomas Aeschi. Der 60-jährige Brand hat sich jedoch als Spezialist für Asylfragen rasch einen Namen gemacht. Eher überraschend war seine Wahl als Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse, wo er bisher nicht gross in Erscheinung trat. In Asylfragen fährt Brand einen harten Kurs. 2014 plante er eine Initiative, mit der de facto nur noch Personen in der Schweiz hätten Asyl beantragen können, die mit dem Flugzeug einreisen. Die Initiative wurde parteiintern vorerst zurückgestellt. Einschätzung der Redaktion: Im Parlament hat er gute Chancen. In der SVP stört es einige, dass er immer Staatsangestellter war.
Die Topkandidaten: Heinz Brand: Da half alles Lavieren nichts: Der Bündner Nationalrat Heinz Brand galt von Beginn an als absoluter Topfavorit für den zweiten SVP-Bundesratssitz. Das ist insofern überraschend, als er erst seit 2011 im Nationalrat sitzt – gleich kurz wie ein anderer Topfavorit, Thomas Aeschi. Der 60-jährige Brand hat sich jedoch als Spezialist für Asylfragen rasch einen Namen gemacht. Eher überraschend war seine Wahl als Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse, wo er bisher nicht gross in Erscheinung trat. In Asylfragen fährt Brand einen harten Kurs. 2014 plante er eine Initiative, mit der de facto nur noch Personen in der Schweiz hätten Asyl beantragen können, die mit dem Flugzeug einreisen. Die Initiative wurde parteiintern vorerst zurückgestellt. Einschätzung der Redaktion: Im Parlament hat er gute Chancen. In der SVP stört es einige, dass er immer Staatsangestellter war.
Keystone
David Weiss: Er ist der Überraschungskandidat schlechthin: Bundesverwaltungsrichter David Weiss, Mitglied der Baselbieter SVP. Einschätzung der Redaktion: Nahezu undenkbar, dass die SVP-Fraktion einen Quereinsteiger nominiert. Und gegen ihren Willen lässt sich Weiss nicht wählen, wie er Newsnet sagte.
David Weiss: Er ist der Überraschungskandidat schlechthin: Bundesverwaltungsrichter David Weiss, Mitglied der Baselbieter SVP. Einschätzung der Redaktion: Nahezu undenkbar, dass die SVP-Fraktion einen Quereinsteiger nominiert. Und gegen ihren Willen lässt sich Weiss nicht wählen, wie er Newsnet sagte.
zvg
1 / 13

Die SVP hat mit der Suche nach dem zweiten Bundesrat schon mehrfach für gute Unterhaltung gesorgt. Gestern, am letzten Tag vor Ablauf der internen Anmeldefrist, folgte eine weitere Überraschung: Bundesverwaltungsrichter David Weiss meldete sein Interesse an. Seine Chancen sind minim, nicht zuletzt, weil er sich offen gegen die Kündigung der Menschenrechtskonvention ausspricht. Allerbeste Chancen hätte Parteipräsident Toni Brunner, doch der will weiterhin nicht wollen.

Und so zählen andere zum engeren Favoritenkreis. Bemerkenswert ist, dass hier kaum Parlamentarier zu finden sind, die über grössere Erfahrung im Berner Politbetrieb verfügen. Zwei der heissesten Anwärter – Heinz Brand und Thomas Aeschi – sitzen seit 2011 im Nationalrat.

Und so geht es weiter: Bereits am Montagabend informiert der Vorstand der SVP-Bundeshausfraktion die Öffentlichkeit über seine «Empfehlungen» an die Fraktion. Diese entscheidet dann am Freitag, wen sie offiziell nominiert. Gewählt wird am 9.Dezember. Sicher ist so viel: Falls die SVP den zweiten Bundesratssitz erhält, wird darauf keine Frau Platz nehmen.

fab/phh

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch