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Eritreer leiden an «doppeltem Heimatverlust»

Die Situation unter den afrikanischen Zuwanderern sei explosiv, sagt der eritreische Honorarkonsul Toni Locher.

«Eritreer kommen in ihrer neuen Heimat nicht richtig an», sagt Honorarkonsul Toni Locher. (Foto: Keystone)

«Eritreer kommen in ihrer neuen Heimat nicht richtig an», sagt Honorarkonsul Toni Locher. (Foto: Keystone)

Denis von Burg@sonntagszeitung
Mischa Aebi@sonntagszeitung

Nach dem Vorfall in Frankfurt brauche es vom Bund verstärkte Anstrengungen, Eritreer in ihre Heimat zurückzuführen, sagt der eritreische Honorarkonsul Toni Locher. In Frankfurt hatte Anfang Woche ein in der Schweiz ansässiger Eritreer eine Frau und ihr Kind vor einen fahrenden Zug gestossen, das Kind kam ums Leben. Der Eritreer war zuvor wegen paranoider Störung in Behandlung. Locher: «Der Bund muss rasch eine freiwillige Rückkehr nach Eritrea organisieren, damit sich Frankfurt hier nicht wiederholt.» Locher denkt dabei an finanzielle Rückkehrhilfen zum Beispiel in Form von Krediten in der Höhe von mehreren Tausend Franken. Eritrea weigert sich nach wie vor, zwangsweise ausgeschaffte Eritreer zu übernehmen.

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