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Ex-Geisel Göldi ist ausgewandert

Max Göldi, der beinahe zwei Jahre lang in Libyen festgehalten worden war, fängt ein neues Leben an: Sein Arbeitgeber hat ihn mit einer neuen Aufgabe im Ausland betraut.

Befindet sich nun in Japan: Max Göldi, hier auf einer Aufnahme aus seiner Zeit in der Schweizer Botschaft in Tripolis.
Befindet sich nun in Japan: Max Göldi, hier auf einer Aufnahme aus seiner Zeit in der Schweizer Botschaft in Tripolis.
Keystone

Fast zwei Jahre wurde Max Göldi unschuldig in Libyen festgehalten, bis er im vergangenen Juni freigelassen wurde. Jetzt hat er neue Pläne, wie «Der Sonntag» berichtet. Göldi wandert gemäss der Zeitung nach Tokio aus, wo er für ABB als Ingenieur arbeiten wird. Japan sei eine Art zweite Heimat für Göldi, denn von dort stammt seine Frau Yasuko.

«Es ist ein Glücksfall», kommentiert Esther Göldi, die Schwägerin von Max Göldi, den neuen Job. Er freue sich darauf und es gehe im zurzeit gut. «Wir hoffen, dass es so bleibt», sagt sie zur Sonntagszeitung. In den Wochen nach seiner Freilassung in Tripolis war Max Göldi in ein Loch gefallen. Er erhielt von der ABB eine Auszeit und wurde auch psychologisch unterstützt. Aus Göldis Umfeld verlautet, ABB habe sich immer fair verhalten.

An Weihnachten noch in der Schweiz

Nun, wo es ihm wieder gut gehe, bietet ihm das Unternehmen eine Stelle in seinem Wunschland Japan an. Offenbar befindet sich das Ehepaar Göldi bereits in Tokio. Weihnachten verbrachten die beiden aber noch in der Schweiz – erstmals seit 2007 konnten sie das Fest wieder vereint im Kreis der Familie feiern. Max Göldi hat zwei Brüder und eine Schwester, die laut «Sonntag» alle gemeinsam mit ihren Angehörigen feierten.

Die Brüder Moritz und Christian Göldi hatten sich während der Gefangenschaft von Max öffentlich für seine Freilassung eingesetzt, gingen dabei aber stets behutsam vor. Göldi und ein zweiter Schweizer ABB-Mitarbeiter, Rachid Hamdani, waren im Juli 2008 wegen angeblicher Verstösse gegen Einwanderungs- und Visa-Vorschriften festgenommen worden. Man geht heute davon aus, dass es sich um einen Racheakt des libyschen Staatschefs Muammar al-Ghadhafi handelte, dessen Sohn Hannibal wenige Tage zuvor in Genf festgenommen wurde, weil er zwei Hausangestellte misshandelt haben soll.

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