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Falschaussage mit Qualitätsanspruch

Alljährlich beklagt Professor Kurt Imhof die niedere Qualität der Medien. Doch machen haarsträubende Fehler seine Studien unbrauchbar. Aber immerhin: Sein Jahrbuch enttarnt sein elitäres Weltbild. Ein Kommentar.

Ein Abgesang auf die Online-Medien, dokumentiert von einem bekannten Soziologie- und Publizistikprofessor, versehen mit dem Qualitätssiegel der Universität Zürich, finanziert von der Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft? Kein Wunder, gierten Medienjournalisten nach Hintergrundinformationen. Als Chefredaktor von «20 Minuten Online» rief mich unter anderem ein Redaktor der Radiosendung «Echo der Zeit» an. Er wollte von mir wissen, wie ich auf den Niedergang der Informationsnutzung im Internet reagieren werde. Sehr lustig!

Nachdem ich dem Radiomann glaubhaft machen konnte, dass ich im Gegenteil ein explosionsartiges Wachstum und eine hervorragende Kommerzialisierung zu vermelden hätte, bedankte sich der Redaktor. Später schickte er eine SMS: «Lieber Herr Voigt, die Zahlen von Imhof & Co. basieren auf einem Rechenfehler. Damit ist das Thema erledigt. Sorry wegen der Umstände.»

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