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Fifa-Ausnahme bei Korruption sorgt für Kopfschütteln

Polizisten und Staatsanwälte verstehen nicht, wieso die Schweiz bei Korruption in Sportverbänden wegsieht.

Der Verein soll selber schauen, wie sich Korruption verhindern lässt: Dass das Schweizer Gesetz den Verbänden freie Hand lässt, stösst bei Fachleuten auf Kritik.
Der Verein soll selber schauen, wie sich Korruption verhindern lässt: Dass das Schweizer Gesetz den Verbänden freie Hand lässt, stösst bei Fachleuten auf Kritik.
Keystone

Der Weltfussballverband Fifa ist einmal mehr mit dem Vorwurf der Bestechlichkeit konfrontiert, doch die Schweizer Justiz muss es nicht kümmern: Sportverbände wie die Fifa oder das Olympische Komitee (IOK) fallen in der Schweiz nicht unter das Korruptionsstrafrecht, so wollte es 2004 die Politik (TA von gestern). Diese Ausnahme erstaunt heute Fachleute und Strafverfolger – selbst jene, die sie damals beschlossen haben: Dem Parlament sei dieser Punkt nicht richtig bewusst gewesen, sagt der Grüne Nationalrat Daniel Vischer. Auch Felix Bänziger, der Präsident der Konferenz der Strafverfolgungsbehörden (KSBS), reagiert zuerst einmal erschrocken, bevor er sich erinnert: «Das ist eine skandalöse Lücke, für die ich immer noch kein Verständnis habe.»

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