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Freundlichkeit bringt Sterne

Der Verband Hotelleriesuisse will seine 2300 Mitgliederhotels ab 2011 wegen der veränderten Gästebedürfnisse neu klassifizieren. Nebst den harten Kriterien sollen auch «weiche» Faktoren wie Freundlichkeit bewertet werden.

Die rund 2300 im Verband Hotelleriesuisse organisierten Hotelbetriebe sollen ab 2011 nach dem neuen Normenkleid bewertet werden. Damit verschwinden die bekannten Sterne keineswegs, sondern Hotelleriesuisse passt die Bewertungskriterien den veränderten Gästebedürfnissen an.

So zähle laut Hotelleriesuisse der «Geruch des Zimmers» (rauchfreies Ambiente) heute bei Geschäfts- und Feriengästen gleichermassen zu den Top-Kriterien. Wichtigste Kundenpräferenzen sind nach wie vor Preis, Sauberkeit und ein bequemes Bett. Immer bedeutender werden aber auch die sogenannt «weichen Faktoren», wie Atmosphäre oder Freundlichkeit des Personals.

Neue Kriterien

Die schwer zu bewertenden «weichen» Faktoren will Hotelleriesuisse einerseits mit eigenen Kriterien und mit der Anerkennung von bestehenden Instrumenten wie dem Qualitäts-Gütesiegel von Schweizer Tourismus prüfen und bewerten, wie Annette Stoffel, Leiterin Marketing und Klassifikation, sagte. Noch steht aber die Arbeit der Expertengruppe für die neuen Normen am Anfang. Stoffel betonte, dass bereits heute über 800 Hotels aus eigenem Antrieb die «weichen» Faktoren im Fokus hätten. Gerade das Qualitätsgütesiegel habe Instrumente, die Serviceketten und Weiterbildung der Mitarbeiter berücksichtigt.

Nebst diesen Faktoren ist Hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo L. Brentel der Meinung, dass auch umweltgerechtes Verhalten oder ein ressourcenschonender Betrieb stärker in die neue Klassierung einfliessen sollen.

Mehr Transparenz

Die Klassierung werde künftig einfacher und transparenter, versprach Brentel gegenüber der Nachrichtanagentur SDA. Neu ist eine unabhängige Rekursinstanz zuständig, wenn ein Verbandsmitglied mit der Klassierung nicht einverstanden ist. Ferner sind in den Normierungsgremien auch der Konsumentenschutz sowie die Schweiz Tourismus vertreten. Von den Neuerungen verspricht sich Hotelleriesuisse laut Brentel «eine Stärkung der Schweizer Hotellerie im internationalen Wettbewerb».

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