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Für die Finanzkontrolleure liegt die Schuld beim Direktor

Erneut gerät ein gigantisches Softwareprojekt des Bundes ins Visier der Finanzkontrolle. Sie stellt bei der 100 Millionen Franken teuren Strassendatenbank Mistra Kostenüberschreitungen, massive zeitliche Verzögerungen sowie fehlende Transparenz bei Beschaffungen fest.

Als Direktor des Bundesamtes für Strassen sei er  nicht für alles, jedoch für das Ganze verantwortlich, sagt Rudolf Dieterle.
Als Direktor des Bundesamtes für Strassen sei er nicht für alles, jedoch für das Ganze verantwortlich, sagt Rudolf Dieterle.
Keystone
Das Informatiksystem Mistra soll künftig den günstigsten Zeitpunkt für Strassensanierungen berechnen.
Das Informatiksystem Mistra soll künftig den günstigsten Zeitpunkt für Strassensanierungen berechnen.
Keystone
Sie zog dem Informatikprojekt den Stecker: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf brach Insieme im September 2012 ab.
Sie zog dem Informatikprojekt den Stecker: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf brach Insieme im September 2012 ab.
Peter Schneider (Keystone)
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Seit 2004 werkelt das Bundesamt für Strassen Astra an einem grossen Softwareprojekt herum. Sein Name: Mistra. Die Software soll verschiedenste Daten von Tausenden von Strassenabschnitten in der Schweiz speichern und abrufbar machen: Daten über den Zustand von Fahrbahnbelägen, Unfallzahlen und mehr.

Nun zeigt sich: Grosse Teile des Projekts sind bis heute Baustellen. Und die ursprünglich budgetierten Kosten von 43 Millionen Franken wurden massiv überschritten. Mittlerweile hat das Projekt nach zahlreichen Erweiterungen bereits mehr als doppelt so viel – nämlich 95 Millionen Franken – verschlungen.

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