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Handys von Asylsuchenden geprüft – und fündig geworden

Der Bund soll mobile Geräte überprüfen dürfen: Die Ergebnisse eines Pilotprojekts stützen die umstrittene politische Forderung

Das Handy als Fundgrube für die Asylbehörden: Ein Versuch mit freiwilligen Teilnehmern zeigte den Nutzen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Das Handy als Fundgrube für die Asylbehörden: Ein Versuch mit freiwilligen Teilnehmern zeigte den Nutzen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Raphaela Birrer@raphaelabirrer
Stefan Häne@stefan_haene

Ist der Mann tatsächlich aus dem Nationaldienst in Eritrea desertiert? Ist die Frau dem Bürgerkrieg in Syrien entflohen? Und war der Jugendliche wirklich der Repression der Taliban in Afghanistan ausgesetzt?

Solche Fragen stellen sich den Schweizer Migrationsbehörden zuhauf, denn lediglich ein Viertel der Asylsuchenden kann Ausweispapiere vorlegen. In den Jahren 2016 bis 2019 waren es zwischen 70,2 und 78,5 Prozent der Gesuchsteller, die ihre Identität nicht beweisen konnten. Allein im laufenden Jahr verfügten gemäss Staatssekretariat für Migration (SEM) 4962 Personen nicht über Pass oder ID. Datenbanken, Fingerabdrücke, Sprachanalysen: In aufwendiger Recherche müssen die Behörden die Fluchtgeschichten überprüfen – und kommen dabei häufig nicht zu eindeutigen Schlüssen.

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