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Hat die NSA Server der Uni Genf für Cyberangriffe missbraucht?

Der US-Geheimdienst habe weltweit Server diverser Universitäten für Cyberangriffe missbraucht. Auch die Uni Genf könnte betroffen sein.

Server der Uni Genf könnten für Cyberangriffe missbraucht worden sein: Ein Administrator benutzt die Kommandozeile in einem Serverraum. (Symbolbild)
Server der Uni Genf könnten für Cyberangriffe missbraucht worden sein: Ein Administrator benutzt die Kommandozeile in einem Serverraum. (Symbolbild)
Gaetan Bally, Keystone

Die Hackergruppe namens Shadow Brokers hat Daten veröffentlicht, die zeigen sollen, dass der US-Geheimdienst NSA weltweite Hunderte Server diverser Universitäten für Cyberangriffe missbraucht hat. Gemäss «Watson» sollen darunter auch drei Server der Universität Genf sein.

Das Nachrichtenportal bezieht sich dabei auf die von der Hackergruppe veröffentlichte Liste der gehackten Server. Die Stiftung Switch, die das Schweizer Hochschulnetzwerk betreibt, habe den Angriff bestätigt: «Konkret waren im Zeitraum von 2001 bis 2003 drei Server der Universität Genf betroffen. Von den betroffenen Servern sind zwei seit 2009 nicht mehr aktiv. Der letzte aktive Server ist von aussen nicht erreichbar», zitiert Watson Michael Breitenmoser von Switch.

Angriffe erfolgten von 2000 bis 2010

Insgesamt umfasst die Liste 352 IP-Adressen mit 306 Domain-Namen. Die meisten Adressen stammen dabei aus China, gefolgt von Japan, Korea, Spanien und Deutschland.

Gemäss Sicherheitsexperten sind die Daten in der veröffentlichen Liste relativ alt. Mustafa Al-Bassam des University College London meint, die Server seien in den Jahren 2000 bis 2010 gehackt worden. Es sei wahrscheinlich, dass die meisten angegriffenen Computer bereits wieder gesäubert wurden – wie im Falle der Universität Genf. Dass infizierte Daten auf Backups überlebten, könne sein.

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