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«Ich habe auch schon Tränengasschwaden eingeatmet»

Der Frauenstreik naht. Drei Politikerinnen erzählen von ihrem persönlichen Kampf für Gleichberechtigung.

Am Schweizer Frauenstreik vom 14. Juni 1991 beteiligten sich Hunderttausende von Frauen landesweit an Streik- und Protestaktionen wie hier in Basel. Foto: Keystone

Am Schweizer Frauenstreik vom 14. Juni 1991 beteiligten sich Hunderttausende von Frauen landesweit an Streik- und Protestaktionen wie hier in Basel. Foto: Keystone

Alice Glauser (64): Bäuerin und SVP-Nationalrätin

«Für unsere Arbeit steht uns eine Bezahlung zu»: Alice Glauser, SVP. Foto: Franziska Rothenbühler

«Wo ich am 14. Juni sein werde? Hier, im Bundeshaus. Wir haben schliesslich Session. Nach Sitzungsende werde ich direkt nach Hause fahren. Streiken, das ist nicht so mein Ding. Als bürgerliche Frau geniert mich das.

Natürlich habe ich auch schon an Demonstrationen teilgenommen, sogar Tränengasschwaden eingeatmet. Aber da ging es jeweils um Forderungen aus der Landwirtschaft.

Schon 1991 habe ich nicht am Frauenstreik teilgenommen. Ich blieb auf dem Hof, bei meinen Kindern. Das war für mich ganz selbstverständlich. Ich hatte früh geheiratet und war Bäuerin geworden. Ich liebte meine Arbeit. Und ich machte mir keine Gedanken über Gleichstellung. Das änderte sich, als ich anfing, mich politisch für den Bauernstand zu engagieren. Im Austausch mit anderen Bäuerinnen und Politikerinnen habe ich realisiert, wie viel Arbeit es noch braucht für die Gleichstellung.

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