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«Ich schloss die Augen und wollte sterben»

Jans Eltern stritten sich um ihn, deshalb kam er in ein Heim. Der Entscheid stützt sich auf einen Gutachter, der mit extremen Massnahmen auffällt. Beschwerden häufen sich.

Notiz von Jan aus der Zeit der verordneten Trennung von seiner Mutter.

Notiz von Jan aus der Zeit der verordneten Trennung von seiner Mutter.

Michèle Binswanger@mbinswanger

Dieser Artikel gehört zu den meistgelesenen Texten der letzten Wochen. Er erschien erstmals am 18. Mai 2019.

Er spielte Fussball, als sie ihn holen kamen, an einem sonnigen Montagmorgen im April 2016. Die Schulleiterin kam in die Turnstunde und hiess Jan (Name geändert), sie in ihr Büro zu begleiten. Der Zehnjährige fragte sich, was er wohl falsch gemacht habe, während er mit ihr die Treppen hochstieg. Im Büro erwarteten ihn eine rothaarige Frau und zwei Männer, er hatte sie noch nie zuvor gesehen. Die Rothaarige sagte: «Wir haben uns entschieden, dass du nicht mehr bei deiner Mutter leben kannst.» «Ich schloss die Augen und wollte sterben», erinnert sich Jan an den Moment, da seine Kindheit vorbei war.

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