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Jetzt ist klar: Berset trifft Trump

Bundespräsident Alain Berset wird sich am WEF mit dem mächtigsten Mann der Welt austauschen.

Das WEF führt erneut zu Stau in Davos. (26. Januar 2018)
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20 Minuten
König Abdullah von Jordanien hatte eine wichtige Botschaft: «Der Islam ist keine Hassreligion.»
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Fabrice Coffrini, AFP
«Wir freuen uns, die Führungskräfte zu verknüpfen», sagte Cheryl Martin, die zuständig für die Unternehmen beim WEF ist.
«Wir freuen uns, die Führungskräfte zu verknüpfen», sagte Cheryl Martin, die zuständig für die Unternehmen beim WEF ist.
Keystone/Laurent Gillieron
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US-Präsident Donald Trump ist der prominenteste Gast am diesjährigen WEF in Davos. Auch Bundespräsident Alain Berset nimmt daran teil. Nun ist klar, dass die beiden Staatsmänner sich zu einem Gespräch treffen werden. Das teilt die Bundeskanzlei mit. Die Modalitäten des Treffens seien noch in Diskussion.

Fünf Bundesräte nehmen dieses Jahr am WEF teil, es dürften rund 60 bilaterale Treffen stattfinden, schreibt die Kanzlei in einer Mitteilung zum Programm in Davos. Das Weltwirtschaftsforum habe nach Ansicht des Bundesrates einen anhaltend hohen Stellenwert. Bereits klar ist, dass Alain Berset sich mit Donald Trump und dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi austauschen wird.

Weitere Treffen, unter anderem mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der britischen Premierministerin Theresa May und dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau, seien noch unklar.

Bersets volle Agenda

Berset eröffnet am Dienstag das WEF traditionsgemäss zusammen mit Klaus Schwab. Zahlreiche bilaterale Treffen sind bereits geplant: mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri, mit dem neuen Präsidenten Zimbabwes, Emmerson Mnangagwa, dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame und dem Präsidenten Aserbeidschans, Ilham Alijew. Auf der Agenda des Bundespräsidenten stehen zudem Treffen mit den folgenden Regierungschefs: Charles Michel (Belgien), Benjamin Netanyahu (Israel) und Saad al-Hariri (Libanon).

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Wie empfängt man eigentlich einen US-Präsidenten? Der Davos-Profi gibt Auskunft

«Ein Hotelier hat eine persönliche Meinung, aber ich würde ihm sicher nichts Belehrendes sagen»: Ernst Wyrsch hat im Jahr 2000 Bill Clinton im Davoser Belvedere willkommen geheissen. (Video: Nicolas Fäs)

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Mit Modi wird sich Berset vor Beginn des WEF, am Montag, zusammen mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann über das zu verhandelnde bilaterale Investitionsschutzabkommen zwischen der Schweiz und Indien unterhalten. Zur Sprache kommen soll auch das angestrebte Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), zu welcher die Schweiz gehört.

Am Mittwoch wird Berset gemeinsam mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos die Debatte zum Gesellschaftsvertrag im 21. Jahrhundert («21st-Century Social Compact») bestreiten. Am Donnerstagnachmittag ist ein Auftritt am «Open Forum« zum Thema «Democracy in a Post-Truth Era» (zu deutsch: «Demokratie in einer Post-Wahrheit-Ära») geplant. Diskutiert wird gemäss dem Bundeskanzler die Frage, wie der Einfluss von manipulativ verbreiteten Falschmeldungen zurückgedrängt werden kann.

Wen Ueli Maurer und Ignazio Cassis treffen

Ueli Maurer trifft in Davos zahlreiche Finanzministerkollegen, Ignazio Cassis stellt die Beziehungen zur EU, die Situation im Mittleren Osten sowie die wirtschaftlichen Chancen der Aussenpolitik ins Zentrum seiner Prioritäten. Er trifft sich mit Johannes Hahn, dem EU-Kommissar für europäische Nachbarschaftspolitik, der auch für die Beziehungen mit der Schweiz zuständig ist. Auch mit europäischen Aussenministern will er das Thema besprechen.

Zudem will Cassis sich in bilateralen Gesprächen unter anderem mit dem Uno-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, dem saudi-arabischen Aussenminister Adel al-Jubeir sowie dem jordanischen Aussenminister Ayman Safadi unterhalten. Mit dem argentinischen Aussenminister Jorge Faurie und mit Angolas Aussenminister Manuel Domingos Augusto will er die wirtschaftlichen Chancen der Aussenpolitik ausloten.

Schneider-Ammans Unternehmerfrühstück

Johann Schneider-Ammann legt den Fokus auf die Pflege der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und auf Verhandlungen für Freihandelsabkommen, und Doris Leuthard wird Gespräche über energie- und klimapolitische Aspekte und Infrastrukturfragen führen.

Schneider-Ammann wird mit Kanada eine Erklärung zur Zusammenarbeit im Wissenschafts- und Innovationsbereich unterzeichnen. Traditionsgemäss ist der Wirtschaftsminister zudem Gastgeber des informellen Ministertreffens der Welthandelsorganisation (WTO) und eines Unternehmerfrühstücks. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen stehen im Zentrum der Gespräche mit dem US-Arbeitsminister Alexander Acosta, der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström, dem Wirtschafts- und Finanzminister Frankreichs, Bruno Le Maire, dem Premierminister der Elfenbeinküste, Amadou Gon Coulibaly. Er trifft zudem den indischen Minister für Handel und Industrie, den indonesischen Investitionsminister, den Vize-Premierminister Vietnams und den argentinischen Minister für Produktion sowie Minister weiterer Staaten.

Leuthard wird sich unter anderem mit dem schwedischen und dem argentinischen Energieminister sowie mit der Vizepremierministerin von Québec treffen.

«Erklärung von Davos» für Baukultur

Im Vorfeld des Jahrestreffens findet auf Einladung von Bundespräsident Berset eine Konferenz der europäischen Kulturministerinnen und -minister zum Thema Baukultur statt. Die Konferenz beleuchtet die Rolle der Kultur für die Qualität des Lebensraums. Sie soll Wege aufzeigen, wie eine hohe Baukultur in Europa verankert und gefördert werden kann.

Die Ergebnisse werden in der «Erklärung von Davos» festgehalten, die am Montag verabschiedet wird. Damit lanciert die Schweiz das europäische Kulturerbe-Jahr 2018. Das WEF will unter dem Motto «Das Schaffen einer gemeinsamen Zukunft in einer zerrissenen Welt» (Creating a Shared Future in a Fractured World) die Risse in der Gesellschaft an der Wurzel anpacken und pragmatische Lösungen suchen. Auf dem «Zauberberg» auf 1500 Metern werden insgesamt 3000 WEF-Gäste erwartet.

SDA/ij

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