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Jetzt kommt die ID mit Fingerabdruck

Der Bundesrat plant bis 2016 die Erneuerung von Pass und ID. Zukünftig sollen ID-Versionen mit oder ohne Chip erhältlich sein. Dennoch sollen für die neuen Dokumente keine zusätzlichen Personendaten erfasst werden.

16 Millionen Franken für die Erneuerung von ID und Pass: Fingerabdruck-Aufnahme im Passbüro von Chur.
16 Millionen Franken für die Erneuerung von ID und Pass: Fingerabdruck-Aufnahme im Passbüro von Chur.
Keystone

Auf der Identitätskarte (ID) sollen künftig auch Fingerabdrücke und Foto gespeichert werden können. Bürger dürfen aber zwischen einer ID mit oder ohne biometrische Daten wählen. Der Bundesrat hat das Justizdepartement beauftragt, die Ausweise dem aktuellen Stand der Technik anzupassen.

Bis Ende 2016 sollen ID und Pass «rundum enreuert» werden, teilte der Bundesrat heute mit. Dies sei nötig: Denn die heutige Identitätskarte sei 16 Jahre alt, der Pass deren acht. Das Erneuerungsprojekt soll 16 Millionen Franken kosten. Für die neuen Ausweise will der Bundesrat keine zusätzlichen Personendaten erfassen und speichern. Für die ID sieht er vier verschiedene Versionen vor.

Vier Modelle zur Auswahl

Neben einer ID ohne Chip sollen die Bürger künftig auch zwischen drei verschiedenen ID-Modellen mit Chip wählen können. Die ID ohne elektronischen Chip werde das Grundmodell bilden, das wie die heutige ID verwendet werden könne, schreibt der Bundesrat.

Daneben wird es neu eine ID mit elektronisch gespeichertem Foto und zwei Fingerabdrücken geben, welche das gleiche Sicherheitsniveau wie der heutige Pass und die Identitätskarten anderer europäischer Länder aufweist. Dies biete den bestmöglichen Schutz gegen Identitätsmissbrauch.

Das dritte Modell soll auf dem Chip eine elektronische Identität für E-Government- und E-Business-Anwendungen enthalten. Das vierte Modell kombiniert die elektronisch gespeicherten biometrischen Daten mit der elektronischen Identität.

Das Grundmodell der ID könne in gewissen Kantonen weiterhin auf den Gemeinden bezogen werden, heisst es weiter. Die Preise für die Grundmodelle von ID und Pass sollen in etwa gleich bleiben. Die Modelle mit elektronisch gespeicherten biometrischen Daten werden wie der Pass in den kantonalen Passzentren ausgestellt.

Pass bleibt äusserlich gleich

Auch der Schweizer Pass wird erneuert. Der Auftrag unter anderem für die Produktionsanlagen, Papier, Umschlag, Sicherheitsmerkmale und Chip wird öffentlich ausgeschrieben.

Das Erscheinungsbild des Passes will der Bundesrat aber nicht verändern. Auch sollen die gleichen biometrischen Daten – ein Foto und zwei Fingerabdrücke – gespeichert werden. Auch die mit dem Pass 10 eingeführte und international harmonisierte Technologie zur Datenspeicherung und zum Datenschutz soll beibehalten werden.

Erneuert werden auch die Reisedokumente für ausländische Personen, die das Bundesamt für Migration ausstellt. Diese Dokumente und der Pass sollen weiterhin im Bundesamt für Bauten und Logistik hergestellt werden. In der Schweiz werden jedes Jahr rund 500'000 Pässe und 750'000 Identitätskarten ausgestellt.

SDA/kpn

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